Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 174)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Isaiah 1× ep/1005097
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162 Löwinger, Der Windgeist Keteb. diesen Namen entweder darum führen, weil sie wirklich die Gestalt von Ziegenböcken annehmen, oder aber, weil sie behaart sind. Erstere Annahme* scheint gerechtfertigter, zumal vom König Jerobeam I. erzählt wird, daß er Priester anstellte für Anhöhen, Böcke und Kälber (II Chr. 11,15). Somit konnte sich der Midrasch mit Recht den m'riri mit einem Kalbskopf vorstellen. Der Verfasser des Sohar kennt auch unter Keteb, der am Mittag plündert, einen Geist, der bei starkem Sonnenschein sichtbar ist und die Gestalt eines Kalbes hat1). Von dem ganz verwüsteten Babel aber prophezeit der Prophet Jesaja, daß dort Böcke herumspringen werden (13, 21) und dasselbe Los werde Edom ereilen, wo „ein Bock dem anderen begegnen wird''2). übersetzt N^p^fob, das den bösen Geist bedeutet. So wie zu DrrniBrflO Jer. 6,19 und Thren. 3,60. 61 zu!T33n das Adjektivum ^plOT zu ergänzen wäre, muß zu D^lB das näher bestimmende D^ltt gedacht werden. 1) Sohar II, 236K 2) Jes. 34,14 D^T^Töb Lev. 17,7 übersetzt Onk. D^Töb und Ps. Jonath. ■pivjöb •pb^nto*! "p3>i2b den Dämonen ähnliehen Götzen. Ihnen folgen Raschi und I. Esra, der zugleich den Ausdruck EWyiB für D"Hltt damit begründet, daß ihr Anblick den Körper erschüttert, doch wahrscheinlicher darum, weil sich die Verrückten die Dämonen in der Gestalt von Böcken vorstellen. So auch Nachmani zu Lev. 1, 9: Die Chaldäer beten Dämonen an, die ihnen in der Gestalt von Böcken erseheinen. Levi b. Gerson zu Lev. 17,7 erklärt das Wort aus dem Umstände, daß die Dämonen unter die Herrschaft des Saturn gestellt werden und da das Zicklein ("H^O auch seiner Macht untergeordnet wird, daher erhalten die Dämonen den Namen ßi-pStö und Dt. 32,17 sagt er ausdrücklich DTI« ün t^'Wül D^iö. Die LXX haben hier iicctcdoig nichtige Dinge, während Vulg. daemonibus übersetzt. Aber Jes. 13,21 haben LXX dai^ovia^ auch das. 34 u und Vulg. pilosi behaarte, da ihm ^212) Haar vorschwebte. *V21D UTN Gen. 27,n übersetzt Midr. r. z. St. mit p^'Ü der behaarte Mann ist ein Dämon. Abravanel zu Jes. 13,21 teilt die Ansicht I. Esras, glaubt aber auch andere wilde Tiere darunter verstehen zu dürfen, da sie haarig sind. Auch Kimchi gJaubt l"P2TD mit Tiü erklären zu können, jedoch kann darunter auch ein anderes Wüstentier gemeint sein, wie das daneben stehende mb^b, das allgemein als weiblicher Dämon gilt, aber auch eine Eule oder ein sonst in der Nacht heulendes Tier sein kann. Sifre und Jalk. "tt"lTtt!n 942 sprechen sich ausschließlich für V£ aus: "1125 ttbiK t^iü T1« auch O^I^UD Dt. 32,2 bedeutet Dämonen. Maimuni sagt von der Sekte der Sabäer, daß sie Dämonen anbetete und glaubte, daß diese in der Gestalt von Böcken erscheinen, daher nannten sie die