Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 149)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2638044-2638085-2638086--2626-2640000- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
138 Goldschmidt, Zeena ureena. Nachkommen veranlassen, daß sie meine Gebeine im heiligen Lande begraben. *b jattW Und Joseph schwur ihm. Jakob, während dessen Aufenthalt in Mizraim Krankheiten und Fehlgeburten nicht stattfanden und des Himmels Segen auf jeglichem Beginnen ruhte, wußte wohl, daß Pharao seine Leiche nur mit Widerstreben aus dem Lande bringen lassen werde; er ließ darum seinen Sohn schwören, und setzte voraus, daß auch Pharao seinerseits diesen Schwur für bindend erachten werde, lnfittf^ ntDOH BNO by b&W* Israel bückte sich zu Häupten des Bettes. Er bückte sich in überströmendem Dankgefühl vor der Gottheit, die zu Haupten des Kranken waltet und ihm Trost und Ergebung spendet. Nach andern bückte er sich vor seinem Bette, dem eine so würdige Nachkommenschaft entsprossen und auch Joseph, der, obwohl er bei einem fremden, sinnlichen Volke gelebt, dennoch sittenrein und fromm geblieben war. — Die einleuchtendste Erklärung jedoch: Er bückte sich vor seinem königlichen Sohne und hiermit war die Deutung seines Traumes, bei dem sich außer dem Monde und den elf Sternen auch die Sonne vor Joseph gebückt, verwirklicht. Kap. 48. nf?KPI D*H3"7n inK \T1 Und es war nach diesen Begebenheiten. Es wird erzählt, daß von Anbeginn bis zu jener Zeit keinerlei Krankheit dem Tode vorangegangen, daß jedoch keiner nießte, der damit nicht aus dem Leben geschieden sei (daher ist es noch heute Gebrauch, beim Nießen den Wunsch der Genesung auszusprechen.) Erst Jakob erbat von Gott, daß er ihm seinen Tod durch eine vorhergehende Krankheit verkünden möchte, damit er sein Haus bestellen und seinen Kindern seine letzten Wünsche mitteilen könnte, Cpv6 IDtift nbn run Man sprach zu Joseph: Dein Vater ist krank. Ephraim, der Sohn Josephs, der sich stets bei Jakob aufhielt, brachte diese Botschaft seinem Vater, welcher Jakob selten besuchte, damit ihn derselbe nicht wiederholt um die Urheber seiner einstigen Trennung von ihm befragen und er sich eine ausweichende Unwahrheit ersparen konnte. btäW* p?n/"M Israel