Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 146)
- Language
- German
- Belongs to
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Goldschmidt, Zeena ureena. 135 Kap. 47. njns fiN 3pjP "pQil Jakob segnete den Pharao und dieser fragte ihn: ,Wie alt bist du'? und Jakob antwortete: Glaube nicht, daß mein Alter meinem Aussehen entspricht. D^JTTI **n Mittf W INI Mühselig und unruhvoll waren meine Lebenstage, deshalb bin ich früh gealtert. Doch der Ewige, so erzählt der Midrasch, bedeutete ihm: Ich habe dir beigestanden dein ganzes Leben lang, errettete dich vor Esau, Laban und Schechem, gab dir Dina und Joseph wieder, und du sagst, dein Leben habe nie das Licht der Freude bestrahlt, — darum strafe ich dich, indem du 33 Jahre weniger leben wirst als dein Großvater Abraham, nach der Anzahl deiner Worte, mit denen du Pharao erwidertest. (Vers 8 u. 9). Der Mensch bestrebe sich jederzeit, dem Allgütigen der Wohltaten eingedenk zu sein, die er ihm erwiesen, und zu glauben, daß selbst das erlittene Trübsal zu seinem Besten gewesen. — Nach einer anderen Meinung fragte Pharao, nachdem er vernommen, daß Jakob nur während der Zeit der Hungersnot in Mizraim bleiben, dann aber wieder nach Kenaan zurückkehren wolle, nach seinem Alter, das scheinbar zu vorgerückt sei, als daß eine fernere Übersiedelung ratsam gewesen wäre. — Der Midrasch berichtet ferner: Als Abraham damals bei Abimelech eintreten wollte, fand er ein Götzenbild über dem Tore, vor dem er sich hätte bücken müssen, doch das Tor öffnete sich von selbst, so daß ihm das Bücken erspart blieb. Von dieser Begebenheit hatte Pharao Kunde, und als er nun bei Jakob dasselbe Ereignis sich wiederholen sah, glaubte er, Abraham vor sich zu haben, und, verwundert über das lange Leben des vermeintlichen Abraham, fragte er nach dem Alter Jakobs. 3pjP "fD^t njDJD fiN Jakob segnete den Pharao und mit ihm sein Land mit Fruchtbarkeit; daß der aus seinen Ufern tretende Nil das regendurstende Erdreich befruchtend tränken möge, und seit jener Zeit war dieser Fluß der Urheber der Fruchtbarkeit des Landes. nhnJI JHT Jffl Gib uns Samen, daß wir leben. Wozu Samen, wenn der Fluch der Unfruchtbarkeit noch über dem Erdreich waltete? Mit der Übersiedlung des frommen Jakob jedoch und um seiner Verdienste willen kam der Segen des