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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 134

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 134 (sequence 145)
Language
German
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134 Goldschmidt, Zeena ureena. rühren wollte, und ihm ein Haus zu suchen, worin er die heilige Lehre verbreiten könnte. iruSIO tpl1» Joseph ließ seinen Wagen anspannen, seinem Vater entgegenzufahren. Niemals, sagt der Midrasch, ist einem Sterblichen solche Ehre widerfahren, wie Jakob, als ihm sein Sohn Joseph mit allen Großen Mizraims entgegenkam, wie Jethro, als ihn Moscheh und die Ältesten Israels empfingen, by yp] mW» bBft 7iy V^titäS Er fiel ihm um den Hals und weinte noch an seinem Halse. Hätte nicht Joseph aus Ehrfurcht vor seinem Vater sich erst vor ihm verbeugen müssen? Doch wird hier bemerkt, daß Jakob, noch ehe Joseph zur Verbeugung kam, seinen so lange beweinten Sohn umarmte und seine Tränen, jetzt aber Freudentränen, vermehrte. DJJSH flJTIDK Jetzt will ich sterben. — Nach einer Deutung: Ich glaubte durch deinen vermeintlich von mir verschuldeten Tod nicht allein den zeitlichen, sondern auch den ewigen Tod erleiden zu müssen; jetzt weiß ich, daß ich nur einmal — DJ?Sfl — nur den irdischen Tod erleiden werde. Andere erklären: Mein Leben war bis jetzt dem Tode zu vergleichen, mein Geist erstarb, als ich die Nachricht von deinem Tod erhielt; jetzt erst lebe ich wieder, um nur an der Grenze meiner irdischen Laufbahn zu sterben. fljnsA nTJtfl r&J?K Ich will es Pharao verkünden, sprach Joseph zu seinen Brüdern, daß ihr gekommen seid, und wenn er euch nach eurer Beschäftigung fragt, so antwortet: daß ihr die Hirten eurer zahlreichen Herden seid und euch also nicht mit anderem beschäftigen könnt. Joseph wollte, so wird erklärt, es verhüten, daß seine Brüder zu irgend einer Staatswürde gelangten, damit sie, vom Ehrgeiz getrieben, sich zum zweiten Male vergehend, ihn nicht von seiner Größe zu verdrängen suchten und so neue Feindschaft entsponnen werde. Auch sollte die Mitteilung, daß sie Schafhirten seien, den Zweck haben, Pharao zu veranlassen, ihren Wohnsitz ihnen in Goschen anzuweisen. Bei den Bewohnern der Hauptstadt, die dem Schafe göttliche Ehre zollten, hätte ihre Beschäftigung Feindschaft und Fehde erregt.

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