Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 123

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 123 (sequence 133)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2638044-2638085-2638086--2610-2639984
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Goldschmidt, Zeena ureüna. 123 sprachen hebräisch, und Joseph stellte, um sie glauben zu machen, als verstünde er es nicht, seinen Sohn Menasche als Dolmetsch zwischen sich und sie. JIJJDtP nK DfiND np*»1 Er nahm von ihnen den Schimeon und band ihn vor ihren Augen. Verschiedene Gründe werden für die Fesselung und Gefangennahme Schimeons angegeben. Schimeon war es, der damals die Brüder aufgereizt, Hand an Joseph zu legen. — Er wollte die beiden stärksten seiner Brüder, Schimeon und Lewi, trennen, damit sie nicht vereint wie in Schechem ihre Macht gegen ihn gebrauchen konnten. — Joseph wollte anfänglich Reuben, den ältesten^ als Bürgen für die Wiederkunft seiner Brüder zurückbehalten; doch ihm wurde nun durch die Worte Reubens bekannt, daß er das Schicksal Josephs bitter beklagt, und er faßte Schimeon, den Zweitältesten. — Aus dem Ausdruck np^t „er nahm" ist zu folgern, daß die Brüder keineswegs damit einverstanden waren, einen als Geißel zurückzulassen, daß ihn Joseph also gewaltsam ohne ihren Willen genommen. Wir ersehen daraus, daß es nicht gestattet ist, zur Zeit der Verfolgung eine einzelne Person zur Rettung vieler preiszugeben. *D nrrfo m Er ließ ihre Säcke mit Getreide füllen, ohne es messen zu lassen, legte ihnen das mitgebrachte Geld in die Säcke, um sie von seiner freundlichen Stimmung für sie zu überzeugen und sie zu veranlassen, seinen Bruder Benjamin mitzubringen. Ipt^ fiK inxn nfiSM Und einer von ihnen — Levi, der von seinem stets mit ihm vereinten Bruder Schimeon getrennt war — öffnete seinen Sack und fand das Silber darin. Dnteff ViX apj?1» "1D*W Und Jakob sprach: Ihr macht mich kinderlos, Joseph und Schimeon ist nicht mehr da und Benjamin wollt ihr noch nehmen. Jakob hatte sie im Verdacht, daß sie Schimeon wie Joseph verkauft und nun auch Benjamin in gleicher Weise zu behandeln gedachten. 1*08 hto plfcCl *1D8S! n^öfi \32 *W J1K Und Reuben sprach zu seinem Vater: Meine beiden Kinder magst du töten, wenn ich Benjamin nicht zurückbringen werde. Wie konnte Reuben glauben, daß Jakob, der seine Enkel wie seine Kinder liebte, darauf eingehen werde? Er meinte jedoch, daß zwei seiner Kinder dem Tode anheimfallen mögen, wenn er seinen Bruder, der ihm ja ebenso nahe stehe, nicht mit seinem Leben beschützte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.