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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 122

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 122 (sequence 132)
Language
German
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122 Goldschniidt, Zeena ureeua. bestand, daß sie Kundschafter seien, erwiderten sie: MS 1^3 in^ ti^K Wir sind alle Söhne eines Mannes. Wie würde unser Vater uns alle der Gefahr dieses Vorhabens preisgeben? um tfbnn VfOT WH WH lom Und Joseph sprach: Das beweist um so mehr, daß ihr Kundschafter seid; denn als Brüder werdet ihr euch gegenseitig gewiß nicht verraten und aus diesem Grunde habt ihr die gefahrbringende Kundschafterei übernommen. WDtf Jtöpn Der Jüngste ist bei seinem Vater. Euer frommer Vater hat euer Vorhaben gewiß nicht gebilligt und euer Bruder war ihm gehorsam, während ihr diesen verbrecherischen Weg betratet. DfiK D^ID *0 fljns *»n Beim Leben Pharaos* ihr seid Kundschafter. Josephs Schwur hatte eine gewisse Berechtigung. Er fragte sie, mit welchen Mitteln sie sich in den Besitz des verlorenen Bruders setzen wollten. Mit Geld, antworteten sie, und wenn es sein muß mit Gewalt und sollten wir auf Leben und Tod kämpfen. Ihr trachtet also, sagte Joseph, nach dem Leben der Untertanen, fürwahr ihr seid, wie Kundschafter, dem Staate gefährlich. Ebenso: HTD IKSn DK njnfi Vi Beim Leben Pharaos, wrenn ihr von dannen zieht, bis euer jüngster Bruder hier ist. Er ließ sie nicht, wie sie gekommen, ziehen, indem er den Schimon zurückbehielt. Nach andern war für ihn der Schwur „beim Leben Pharaos14 nicht bindend, p wy*\ Sie taten also. Sie bürgten alle mit ihrem Leben für die Erfüllung seines Wunsches. ttrüK D^DtPK bm Fürwahr verschuldet haben wir es, da wir unsern Bruder trotz seines Flehens in die Grube warfen, — auch daraus wäre zu ersehen, daß die Brüder bei dem Verkauf Josephs nicht beteiligt waren. Sie bekannten ihre Schuld, wie es den Frommen geziemt, und dann um so mehr, als sie Joseph, den sie für einen Fremden hielten, nachdem sie aus dem Gewahrsam kamen, schonend behandelt, indem er sprach: Gott fürchte ich, während sie des Mitleids gegen ihren Bruder sich entschlagen hatten. JJW ^mDK K*?n .. p1K"l Reuben sprach zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: versündigt euch nicht an dem Knaben, ihr hörtet nicht und nun wird sein Blut gefordert. Obwohl ihr ihn nicht getötet, wird doch die Unbill, die ihr an dem wrenig an Leiden gewöhnten Knaben ausgeübt, wie Blutschuld geahndet. *0 ÜT\P2 ptan Denn der Dolmetscher war zwischen ihnen. Sie

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