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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 120

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 120 (sequence 130)
Language
German
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120 Goldschmidt, Zeena ureena. weitere Deutung zu. Jakob sah mit prophetischem Geiste, daß noch Hoffnung ("Qttf) war, in Mizraim das Schicksal seines Hauses günstiger zu gestalten. IKinn ntb Vnb 2pp natW Und Jakob sprach zu seinen Söhnen: Warum seht ihr euch einander an? Nach anderen Erklärungen: Warum wollt ihr Hunger leiden? — Warum gebt ihr euch vor andern den Schein, als hättet ihr noch Nahrung, euer Leben zu fristen? — Warum werdet ihr müßig beieinander gesehen? — Warum laßt ihr euch hier noch sehen, während in Mizraim Nahrung zu haben ist? — Jakob ermahnte sie, in Mizraim nicht alle durch ein Stadttor zu gehen und wegen ihrer männlichen Schönheit den Augen des Neides auszuweichen. mtPJJ tpV TIN TT"lvI Und es gingen die Brüder Josephs ihrer zehn hinab. Sie waren hier wieder die Brüder Josephs, die ihr Verfahren gegen ihn bereuten und den Vorsatz faßten, das Geschehene, wenn irgend möglich, wieder gut zu machen, indem sie in Mizraim nach seiner Spur suchen wollten. — Die Anzahl der Brüder wird betont, um darauf hinzudeuten, daß sie ihr Gebet mit der vorgeschriebenen Zahl verrichten konnten. — Nach andern wird ihre Anzahl berichtet, um anzudeuten, daß sie sich anschickten, die Verwirklichung des ersten der Träume Josephs herbeizuführen. Joseph, der sich bei dieser ersten Begegnung sagte, daß er nicht eher die Vereinigung seiner Familie schauen könne, bis auch sein zweiter Traum sich erfüllt und auch Benjamin, sein Vater und seine Pflegemutter sich vor ihm gebückt hätten, führte die Drangsale herbei, die seine Brüder nach der ersten Begegnung erdulden mußten, um die Träume schleunigst zur Verwirklichung zu bringen. Aus diesem Grunde benachrichtigte er seinen Vater nicht von seiner Erhebung und seiner Existenz, da er das ihm vom Himmel bestimmte Geschick nicht vereiteln durfte. TQffDfl tfin tö^wn K1H VpW Joseph war der Herrscher, er verkaufte allem Volke im Lande. Sollte sich Joseph als Regent ganz allein mit dem Verkaufe befaßt haben? Er ließ jedoch nur ein Vorratshaus zur Zeit offen, das er selbst verwaltete, so daß seine Brüder endlich vor ihn kommen mußten. Nach einer andern Erklärung ließ er für jede Provinz ein eignes Vorratshaus bauen, in dem seine Brüder, die für die

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