Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 126)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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116 Goldschmidt, Zeena ureena. ypt2 (Kap. 41). DVW f*pO Es war nach dem Ende zweier Jahre, die Joseph länger im Gefängnis schmachten mußte, weil er vom Mundschenk und nicht vom Allbarmherzigen seine Erlösung erhoffte, by lüy fttiT! thn njriöl Und Pharao träumte, er stünde an einem Flusse. Wegen des zukünftigen Schicksals seines Nachfolgers, der im Wasser seinen Untergang fand, ist hier, wo Pharao von dem Wasser träumte, seiner Königswürde nicht Erwähnung getan; erst als Joseph sich zu ihm gesellt hatte und durch seine Verwaltung seinen Thron wieder befestigte, wird er wieder in der Schrift zu Josephs Ehren als König seines Landes bezeichnet. by über dem Flusse, anstatt MBS? by am Ufer des Flusses. Pharao hielt sich für einen Gott, der über das Wasser zu gebieten habe, darob strafte ihn Gott durch den Schrecken dieses Traumes, dessen Deutung nicht den mizrischen Weisen, sondern Joseph vorbehalten war. Dl^n Pttffl njDS fp^l Und Pharao erwachte und siehe, es war ein Traum. Erst nach dem zweiten Traum wird bemerkt, daß Pharao geträumt hatte, weil der Umstand, daß die Kühe einander verzehrten, nicht so unwahrscheinlich ist als das gegenseitige Verschlingen der Ähren, lim DJ?sm Sein Geist war beunruhigt. Es wird die Traumerzählung Nebukadnezars (Daniel 2) mit der Pharaos verglichen. Pharao erinnerte sich des Traumes, als er erwachte, während Nebukadnezar vorgab, ihn vergessen zu haben. Bei Pharao hätte der Mundschenk wohl schwerlich Joseph für fähig genug gehalten, Pharaos Wünsche zu befriedigen, wenn es auch gegolten hätte, den vergessenen Traum zu künden, da ihm von einer so weitgehenden Weisheit Josephs nichts bekannt war. Darum diese Fügung. — Nebukadnezar verschwieg, daß ihm der Traum noch bekannt war, sich sagend, daß er nur an die Deutung desjenigen glauben könne, der so weise sei, ihm außer der Deutung auch die Träume künden zu können, um so mehr, da die Deutung sich erst in ferner Zeit erfüllen sollte, während sie bei Pharao unmittelbar bevorstand. Nebukadnezar ließ im Gegensatz zu Pharao die Weisen, die ihm seine Träume nicht künden konnten, töten, weil sie ihm