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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 115

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 115 (sequence 125)
Language
German
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Goldschmidt, Zeena ureena. 115 mn BW VW Es war eines Tages, als ihn seine Herrin, die das Tageslicht nicht scheute, zur Sünde überreden wollte. Es war an einem Festtage. Niemand war sonst im Hause und das Weib Potiphars gab sich für krank aus, um mit Joseph allein sein zu können, rfetf 1122 nTJPl Und er ließ sein Kleid bei ihr. Auch dann noch ließ er die Ehrerbietung gegen seine Herrin nicht außer acht und ließ das Gewand, das sie erfaßt hatte, in ihrer Hand. TXSVm DM Er entfloh nach der Straße, Er entfernte sich eiligst, um der auf ihn einstürmenden Versuchung nicht zu unterliegen. IHDn JYQ hü VÜFM Er tat ihn ins Gefängnis. Joseph ward zuerst zum Könige gebracht und der Engel Gabriel stellte sich im Gewände eines Edlen der Krone zu seiner Rechten und sprach: Wenn des Weibes Gewand zerrissen, wird Joseph schuldig sein, ist jedoch Josephs Kleid zerrissen, hat sie ihn zur Sünde verleiten wollen. Als man das letztere fand, sprachen ihn die Priester frei, jedoch um Potiphars Weib nicht dem. Gerede auszusetzen, setzte man Joseph in den Kerker. Für diesen gerechten Urteilsspruch ließ später Joseph zur Zeit der Hungersnot das Eigentum der Priester unbehelligt (47, 22). Kap. 40. r6tfn D^nn "HIN Nach diesen Begebenheiten. — Um die Aufmerksamkeit und das Gerede der Stadt von diesem Ereignis abzulenken, ließ Gott jenes mit dem Mundschenken und dem Mundbäcker geschehen, niflxm "D^SD npffO IKton Da sündigten der Mundschenk des Königs von Mizraim und der Mundbäcker gegen ihren Herrn. In des Mundschenken dem Könige gereichten Becher war eine Fliege gefallen und in dem von dem Mundbäcker gebackenen Brote fand sich ein Steinchen. ID^n pinM ttf\S Ein Jeder nach der Deutung seines Traumes träumte er. Jeglichem träumte auch die Deutung des Traumes seines Gefährten. D*H2pn pND TQXJ 213 *0 Denn ich bin gestohlen worden aus dem Lande der Ibrim. Joseph bekannte sich unter Fremden frei und offen als Hebräer, während Moscheh sich den Töchtern Jithro's als 'HSD, als mizrischer Mann, zu erkennen gab. Dafür wurde Joseph im heiligen Lande begraben, während Moscheh außerhalb Palästinas seine letzte Ruhestätte fand. 8*

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