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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 70

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 70 (sequence 79)
Language
German
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70 Grunwald, Zur Geschichte der Marranen. ten. Diesen Posten bekleidete T. lange vors1663 und bis 1689. 1663 schreibt Chr., wie aus obigen Briefen ersichtlich, an den Senat, er möge dem Könige von Schweden zu wissen geben, daß T. ein Mann sei, der seinen Schutz verdiene, nicht nur darum, weil er in ihren Diensten stehe, sondern weil er fähig sei, dem Gemeinwesen wichtige Dienste zu leisten. Als der Senat T. verhindern wollte, die Stadt zu verlassen, schreibt sie an die Hamburger in scharfem Ton, T. sei ihr Minister und sie könne sich seiner an allen Orten bedienen. Der Senat müsse die Notwendigkeit einsehen, mit T. anders zu verfahren und in ihm nicht nur ihren Minister, sondern auch den Privatmann und Bürger Hamburgs zu sehen. Am 9. Februar schreibt sie an den schwedischen Gesandten Rosenbach, er möge sich mit T. ins Einvernehmen setzen und seine Ratschläge befolgen. Sie seien weise und klug und würden von ihr gebilligt. Wallenau gegenüber bezeichnet sie T. weiser denn König Salomo. Bis zu ihrem Tode stand Chr. mit T. in privatem und politischem Briefwechsel. 1685 wurde es ihm beschwerlich, auf ihre Apanage langfristige Vorschüsse zu leisten. Sie suchte ihn energisch zu unterstützen. Schon 1678 hatte sie ihrem Generalgouverneur in Hamburg nahegelegt, daß man T. bei Einziehung ihrer Einkünfte keine Schwierigkeiten bereite. Sie würde lieber trocken Brot essen, als ihre Schulden nicht bezahlen. Sie denke an T. mehr als an sich. Lieber wolle sie sterben, als einen Diener im Stiche lassen, der ihr so lange Jahre treu gedient hat. Vor T.s Galakutsche mußte die Wache ins Gewehr treten. Kurz vor 1699 übersiedelte T. nach Amsterdam. In diesem Jahre war er Parnas der dortigen Synagoge. T. war zweimal verheiratet, in erster Ehe mit Ribka de Mattos (starb 5469 1709), in zweiter mit Ester Gomes de Mesquita, und hatte vier Söhne (Abraham, Samuel, David und Benjamin) und eine Tochter Sara. Abraham fügte den Familiennamen seiner Mutter de Mattos dem eigenen hinzu, David den seiner Großmutter d'Andrade. 1817 wurde Isak Teixeira in den niederländischen Adel erhoben. Die Familie lebt noch heute in Holland. Das Wappen der T.s zeigt nach Da Costa „einen Baum, quartiert mit den in Gold und Schwarz gewürfelten Schachbrett

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