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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 474

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 474 (sequence 478)
Language
German
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Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. 407 tionen vor (1. c). In Holzheim in Schwaben und Neuburg tragen 9 Knaben die Ruten von Haus zu Haus (1. c. 264). Möglich ist, daß hier die Neunzahl, die auch in der jüdischen Magie eine Rolle spielt, den 9 Welten entspricht, denen in der nordischen Mythologie je ein Weltbaum, das Gegenbild ihrer selbst, eignet (1. e. 55), wie den 4 Welten mit ihren Sefiroth in der Kabbala jene 4 Knaben beim Wasserschöpfen in Jerusalem entsprechen dürften. Die oben berührte Vorstellung einer inneren Verwandtschaft zwischen Mensch und Baum, wie sie zwischen Stein und Mensch in der Deukalionsage und sonst vorliegt und mißverständlich mit 5. Mose 20,19 begründet wurde, liegt übrigens offen zu Tage in einer Homilie des Epiphanias, Bischofs zu Salamis auf Gypern (!) im 4. Jahrhundert, seit dem die Palmsegnung in der orientalischen Kirche nachzuweisen ist. Er sagt: „Hier sind wir heute wir selbst einem fruchtbaren Ölbaum (Ölbaum als Lebensbaum: Volz 396; auch bei den Dionysosfesten herrschte der Ölzweig vor; bei den Ägyptern der Lotusstengel, CreuzerII,534) gleich, den Ölzweig tragend" (Lc.286). Auch auf eine Einzelheit desChanukkafestes1) scheint in diesem Zusammenhange ein neues Licht zu fallen. Dieses Fest, das, nach 2. Makk. 1, 9, 18; 2, 16; 10,8) den heimgekehrten Kriegern als Ersatz für das Sukkoth dienen sollte (eine Verlegung aus anderen Gründen liegt wohl in dem Feste Jerobeams 1 Kön. 12, 32 vor), das sie im Felde nicht hatten nach Vorschrift feiern können, gilt, wie der Name besagt, der Einweihung eines Altares an derselben Stelle, an der 3 Jahre früher ein heidnischer Altar aufgestellt worden war, ähnlich, wie Elia auf dem Karmel einen heidnischen Altar durch einen neuen ersetzt hatte. Juda Makkabi wählte aber auch den 25. Kislev als denselben Zeitpunkt dafür, an dem der Tempel von den Syrern entweiht worden war, und zwar vermutlich durch ein heidnisches Fest, das der Wintersonnenwende galt. Auch Wellhausen, Isr. u. jüd. Gesch.4 260; Leszynsky, Das Laubhüttenfest Chanukka 1) Lichterfest ZA. 28,151, am 29. Juni (Sommersolstitium, „quod lampadas dieitur") Wiesnek49, Jellin. Beth ham. 1, 34. Lampenfest in Rom, Sais, Epiphanien Gbünb. 136. Licht Zeichen der Freiheit ZA. 22, 273 bei Hochzeiten Sei. 2, 46. 30*

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