Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 469

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 469 (sequence 473)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2638044-2638083-2638084--2457-2639831
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

462 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. d. h. Fisches (vgl. Arch. XVI, 304), der Führer ins gelobte Land ist, wird messianisch gedeutet [über Josua, Jona (vgl. Hess. Volksk. XII, 171; Sachs. Volksk. 1911, S. 278) u. a. in Beziehungen zur Gilgamesch-Sage s. Nöldeke-Festschr. 984], Im Geiste des Midrasch wäre ferner zu betonen, daß er von Efraim, dem Sohne Josefs, abstammt, von denen der erstere mit seinem Namen auf die Fruchtbarkeit der Fische hinweist, der letztere darauf, daß er, wie der Fisch, gegen den „bösen Blick" gefeit war; daher der Fisch (als Megillabehälter: Jew. Enc.) in Beschwörungen des bösen Blickes wie die folgende (aus dem Besitz des David Moses in Agram c. 1850—90, von seinem Enkel, Herrn Red. Moses, Wien, gütigst zur Verfügung gestellt): jnn pj? iew nr. moia nrmi ,nbm mms r\m ryb dji^ by (Od^m rwbw pj? nm rwy r>K dki ,rfr\n nw> $b moia rm\ ,r\bm rwa d«i .upm w*n mj?ty tos*» nw^öD inm whzh jnn" d*o iTtti nw bw rivteD ■frun wbsb inn pj? nr« nrwy' nw nw ■fc "p jrtjD jw i^dj; nw(!)pin nw /pi ■ft ]w rpv» rros p nnao «pn jnm *o n^so -frun wa^ jnn ,mn rrwn na tenr» n^D w?k ■fy? mia p te^m nrrojwoi djtojwm ppinm dwj rmsn ffn» nrn irci injraD pjj»i v^nD rmrr» rvpm «siru» dbd mn monoi wo» rrm rMitea ifrun vite^ ra^ff nwsn mpn n^r» *p .p« *num Tnjn brun bxn dbo iToen. Der Pseudomessias Sabbathai Cebi führte als Zeichen, unter dem Israel erlöst werden sollte, einen Fisch bei sich [vgl. Sulzbach im „ Jeschurun" II, 506ff., während sein Name (Rubin, Agadal9), 358 m"sch"j"ch n"ch"sch, auf „Schlange" hinweist], wie auch nach Isak Abarbanel der Messias im Sternbilde der Fische erscheinen wird (der Messias selbst ein Stern: Volz 361). Die Erklärung für diesen Glauben dürfte darin zu suchen sein, daß unter den 12 Sternbildern des Tierkreises die Fische an letzter Stelle stehen, somit das Weltende bedeuten können1). Andererseits liegt unter diesem Sternbilde des Frühlingsaequinoctium, ein Hinweis auf eine Ära neuen Aufblühens. 1) So auch nach dem Midrasch. Dagegen Mahler.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.