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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 459

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 459 (sequence 463)
Language
German
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Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. 453 oder inBlumengehüllt(vgl.Ps.H8,27i) — Luther: „Schmücket das Fest mit Maien" — und den Kult der Samischen Hera, Creuzer II, 534 sowie das Umhüllen des Altares in Jerusalem mit Weiden), durch das Dorf geführt und an jedem Gehöft von dem Bauer mit einem Kübel Wasser übergössen. Das Mädchen stellt die Fluren, das Wasser den Regen dar. Oder es wurde in Süddeutschland am Johannisfest ein kleines Mädchen, der sog. Johannisengel, vor ein Wassergefäß gestellt und umtanzt, so auch in Griechenland die Pyrperuna, die Papaluga in Rumänien, die Peperuga oder Djuldjul in Bulgarien, die Dodola in Serbien, die Pripato oder Proporushe in Dalmatien, so schon bei den Sabiern (Maimonides, More III, 37). Am liebsten wählt man dazu ein Waisenkind, angeblich weil Gott die Gebete der Waisen am ehesten erhört (in Südarabien mußte der Zauberlehrling elternlos sein, vgl. Kremer, Kulturgesch. d. Orients II, 263 u. Hov.-Kronf. II, 320). Sehr verbreitet ist der Brauch, daß die Burschen am 1. Mai (über den 1. Mai als Feiertag und das Verbot, im Mai, dem „Frauenmonat", zu heiraten 2): Jennings, Rosenkreuzer 111) jedes Mädchen, dessen sie habhaft werden, begießen. Dort, wo die Mädchen es mit s Rutenschlagen vergelten, vereinen sich wieder beide Seiten des alten Brauches, mit Ruten zu besprengen. Dieser uralte Brauch beruht auf der Vorstellung, daß nicht allein das Bestellen des Ackers dem menschlichen Geschlechtsakt analog, sondern geradezu das Weib, „weil es fruchtbar ist und dies dem Boden mitteilen kann" (Hess. Bl. f. Volksk. XI, 19) einen Bell Raschi: den Altar mit Bäumen umringen. GrünB. 369: Knüpfet den Reigen mit Laubgewinden (oder: Zweigen, oder: Verschlingungen) bis hin an die Ecken des Altars, vgl. Tänze mit Stricken in den Händen. Chag ist Umzug um den Altar (wie Ps. 26, 6), vgl. die 7 Umzüge um Jericho, j. Sukka 4, 54c. Umzug mit einem Baum und Aufstellung eines grünen Zweiges. Mißglückt sie, böses Zeichen Schw. 11, 254. 2) Wstf. 5, 46. Zwischen Pessach und Schabuoth weht 50 Tage lang der Chamsin Wiesner 246. 50 Tage lang leiden die Frevler in der Hölle Geiger 7, 85. In der Sefira nicht zu Wasser reisen ZA 20, 36 (1.—17. Tamm, fordern die Flüsse ihre Opfer, GRÜNB. 96). Der 50. Tag nach dem 16. Epiphi (Abib) Beginn des Naturjahres, die Juden Ägyptens feierten ein Fest vom 7.—14. Epiphi 3. Macc. 7,17, vgl. DMG. 63,533. 67, 42, ZA. 29, 100, Pess. und Schabuoth die beiden Freudenfeste Jalk § 654, Jalk Elieser 26, Schabuoth z. hist. Fest ZA. 22, 281.

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