Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 450 (sequence 454)
- Language
- German
- Belongs to
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444 Grunwald, Zur Vorgeschichte des Sukkothrituals. Gewalt überträgt, so in der jüdischen den Engeln Mikhael und Gabriel die Schlüssel zur Hölle, um die Seelen der Sünder ins Paradies zu führen ( Jellinek, Beth ham. III, 28), also anders als Dan. 12, 2; der Schlüssel (s. sexuelle Beziehung: Storfer 125), auch in assyr. Darstellung in der Hand des Himmelsgottes, erinnert, gerade in der Hand Petri1) (vgl. Schlüsselbewahrerin Hekate-Artemis, Hess. Volksk. VIII, 125), an die Regensteine der Turkvölker in Wanyoro (Nöldeke-Festschrift 306), der Regenzauber (auch 1. c. 311) mittels Kiesel (312, s. oben Marmorstein) an das Zügeln des Livjathan (s. unten); auch sonst wundertätige Steine: 1. c. 422; Umarmung eines Steines in nacktem Zustand, der auch beim Regenzauber gefordert wird: Hov.-Kronf. 520; Nacktheit: Hess. Bl. f. Volksk. X, 128 (Heckenbach, De nuditate sacra); XI, 20; Phallusdienst, noch heute, wie an Bäumen in muhamm. u. christl. Kreisen Syriens, 1. c. 518, vgl. 521 u. 44, so an Steinen 1. c. 521 (Statue Rudolfs von Habsburg; das „Le Roy te touche, et Dieu te guerit" 1. c. II, 15, ähnlich wie das chassidische: „Der Rebbe is goiser in Haschern is mekajjem").] Die Brauttanne oder -fichte im Hochzeitszuge ist mit brennenden Lichtern besteckt, die auch sonst im jüdischen u. a., Hochzeitszeremoniell eine Rolle spielen. Auf dieselbe Wurzel ist die Idee des Weihnachtsbaumes2) zurückzuführen (Mannh. 243). Mit seinen Äpfeln den Baum des Lebens, mit seinem Lichterschmuck den der Erkenntnis3) darstellend, gilt er 1) Mit einem Stein, der d. Weib Belials, zeugt der Teufel d. Armilus VB. 2, 409, vgl. Pygmalion. „Eben" als Bezeichnung für d. Membrum, auch ecba', kaf, pethila; für d. Gunnus: kis, bor, gal, gan 'eden, cheder, maqor, prosdor, pethach, qeber u. a. Bist. 17. 200. Speisen spendender Tisch, mensa solis (vgl. Schaubrottisch) Schi. 19, 81. Vgl. Gral (Mitglieder des Gralordens-Forscher der großen Pyramide, 1. c. 20, 48). 2) Weihnachten (d. julian. 25. Dez.) Tag des jungen Horus DMG. 67, 46. Erst seit 4. Jahrh. an diesem Tage, der in Rom, wie im vörzoroastr. Mithraskult, der dies natalis Solis war Grünb. 135. Es werden (vgl. Hoschana) Zweige als Geschenk dargereicht, statt ihrer auch andere ,,Christkind"-Gaben Schw. 11, 256. 3) Über „jada'" ZA. 28, 33; SPENGLER, Unt. d. Abdlds. 1,163. Cypresse aus dem Paradies vor der Tür des Tempels im Schahname (Wiesner 159), wie Weinstock im Tempel Sal's. Kraut der Unsterblichkeit, Götterberg. usw. chin. u. ind. DMG. 60,344. Lebens-