Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 423 (sequence 427)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Job 1× ep/1005326
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Grunwald, Berufe der Juden. 417 griechische arrabon-Pfand, Handgeld, kam aus Phönizien nach Hellas, chrysos ist phönizischchryz, hebräisch charuz, Boreas, der Nordwind, ist bari bei Jjob, die Hyaden, Singular hyas, entsprechen dem hebräischen ajisch (Ijob 38, 32), pompilos ist dem Sinnenach hebräisch Ii vjathan (oinos hingegen stammt nicht aus dem Semitischen, ist vielmehr indogermanischen Ursprunges, ebenso dürfte palakis seinen Ursprung nicht im semitischen Sprachgebiet haben). Nach Strabo leiteten die Griechen die Musik aus Thrazien in Asien her. Die Bezeichnungen der Musikinstrumente „Kitharis" (bei Strabo „die asiatische Zither") ist Kitharus (Daniel 3, 5), „Aulys", Flöte ailath, Psalm 22, i, Nabla nabal, Sambyke sabka Dan. 3, 5, Tympanon tof (Pauke), Symfonia sifania Dan. 3, io Rohrpfeife), Kinyra kinnor. Die mächtigen Bauten in Tiryns (nach Spinner hebr. terez oder tur Tyrus) und Mikene (Miqne oder Miqme), die sich mit der „Westmauer", den „Königsgräbern" in Jerusalem und anderen althebräischen Ruinen Palästinas vergleichen lassen, bieten noch heute ein anschauliches Zeugnis phönizischen Einflusses. Ihering sieht besonders in der Gastfreundschaft ein Kulturgut semitischen Ursprunges und erblickt eine Tragödie darin, daß diese, von den Semiten zu den Ariern gelangt, von diesen gerade jenen gegenüber verleugnet wird. Es war nämlich bei den Phöniziern Brauch, unserem Durchschneiden einer Visitenkarte ähnlich, beim Scheiden von einem Wirte, bei dem man gastliche Aufnahme gefunden, eine Tonscherbe zu zerbrechen, wxßog — np, xoQog — *D, ÖQcixiirf—pttsm, pvQOV— to, xavva sowie wr\vsov (Körbchen) — n:p (Rohr, vgl. O. Schräder in Festschr. zur Jahrhundertfeier d. Univers. z. Breslau 468), xQoxog — Drro, 7tV7tccQiG6og — "nsä, Afogq — roiöb, Ug — I2"»b, £tg>o0 — spo, o&ovrj — "püK, (ravQog — ^nö?), g>olvi^ „Dattelpalme" (der Phönizier, wie yalvty „Stahl" der Chalyber?), q>vxog — "ps, %ir6v — n:ra, Gwdmv — ynö, ßvaaog — ym, ßvßMov (Buch), illtog (Schreibtafel). Uß&- varog — n:nb, %alßavri — rmbn, ßcckaapov — nun, vixqov — in:, CwtcpEiQog — t^eo, Gaxxog u. a. m. (vgl. Hehn, Kulturpflanzen). Wie das letztere („Sack") ist pDfc — mesquino ein Wort, das sich seit den Anfängen der Kultur in den verschiedensten Sprachen bis heute erhalten hat. S. auch ZMDG. 62, 285. 70,159. Nöld. Fstschr. 1019. Grunwald, Jahrb. f. jüd. Volksk. I. 27