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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 373

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 373 (sequence 377)
Language
German
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S. M., Jüdische Sprichwörter und Redensarten. 367 314. Haßt e Rachmonesponem. Eine Leichenbittermiene. 315. Haßt e' Ponem gefihrt, wie far e' Groseh'n Zworech (Quark). 316. Ausseh'n tüt 'r wie eingekeit ün ausgespieb'n. 317. E' Mewen af Schufkäs kein Sachverständiger. M. D. 318. 'Erünt'r bebern (leiern). Ps. 121, 6: Jomam haschemesch lo jakeka; hiefür liest ein frommer Ignorant: jabeba. Einer fragt ihn, weshalb er jabeba lese; er antwortet: Wenn jakeka stände, würdest du auch so fragen. 319. Ich hob' die Leibschmerzen, und er trinkt den Tee! B. 320. Joi hüng'rig wie 'n Miliners Hind'l. Auf einen Nimmersatt. 321. Kohl's Keporehind'l. Einer, dem alle Fehler anderer in die Schuhe geschoben werden. 322. Er hot d's Klopp'n ün d's Blos'n. Gemeindefaktotum; Klopfen: das einstmalige Schulklopfen; Blos'n: Posaunenblasen. 323. Schlep' mich, ich geh gern. Masch'cheni ach'recha naruzah Cant. 1, 4. 324. Ich mecht ach lach'n, wenn der Narr nit mein wär\ So antwortet eine Frau im Ghetto auf die Frage, weshalb nicht auch sie über den Gemeindenarren lache. 325. Ich man d' waßt d'bei aufgewachs'n! Auf einen, dem plötzliches Glück übel ansteht. 326. As m'n d'r get (gibt), nemm, as m'n d'r nemmt, schrei. M. D. 327. E soi rinnt 'm nor der Ga'wer ero. 328. Wenn d' schoin Chaser fresst, müs dir der Ga'wer (Geifer) ero (herab) rinnen. M. D. 329. E' neie Mode-Lad. Moden, die Geld kosten. 330. A'f der Jeschiwe. Jeschiwah Sitzung. Parodie auf Absitzen der Gefängnisstrafe. 331. Den kenn m' nit brauch'n nit zü Frad ün nit zü Lad. Den kenn m' nit brauch'n nit zü Kidesch ün nit zü Hawdole. Ein Mensch, dem weder Genuß (Kiddusch Wein) noch Geschmack (das Riechbüchschen bei Habdalah) abzugewinnen ist; s. Bernstein a. a. O. S. 117. Nicht gekocht, nicht gebroten! B.

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