Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 365)
- Language
- German
- Belongs to
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Landau, Sprichwörter und Redensarten. 355 149. Seichl miz min hubm ungitretini Kastinis. ü. K. vollgestampfte Kisten. Man kann gar nicht genug Verstand haben. 150. Dar Seichl kocht in bakt. Auch Verrichtungen untergeordneter Art müssen vom Verstand geleitet werden. 151. A Sibi (oder Maki) dir in Pünim arän, wel ech gein Sabis kikn. Schadenfrohe Verwünschung, nso Zufall, Unfall, Unglück. i-Dö Schlag, Plage. — d>3S Gesicht. 152. Slingin di Slini. Den Speichel schlucken, hungrig einem Essenden zusehen müssen, so daß das Wasser im Munde zusammenläuft, p. slina, Speichel. slink§ polykac* Ad. 627. 135, 35. klr. Ajk cjihhkv KOBTae. Fra. 3, 114,2. d. Spitze schieng (Speichel schlingen) Spiess, Hennebergisches Idiotikon. 237. Wa. 4, 727, 24. 153. Az a Mami iz ba a Kind, brengt zi is tsi Zind. Vielleicht soll es lauten: . . brengt is zt tsi Zind. Dann wäre es eine Variante von: Dorch a siecht Kind kimin di Eltarn tsi Zind. Be. 3296. 154. Wüs si zol zän, loz zän. Fatalistische Ergebung. Geschehe, was geschehen soll. 155. Zei iz woil, ints iz noch besar; zei esn mit Seflin, ints es mar mit Lefl. Formelhafter Schluß von Märchen. Solche reimende Entgegensetzungen von Scheffel als dem größten Maß und Löffel als dem kleinsten auch bei Beil. 6, 127, 407. Wa. 2, 984, 92. Be. 618. 853. Sehr häufig auch d. Wa. 2, 23, 480. 709,208; 3,229. 981,24. 982,26; 4,116,5—10. 13—17. 20; SWB. 4,1274. 5,733. Gr. 8, 2384,1. — Reimlose Verbindung von Sefl und Lefl erscheint in der Wetterregel, daß im Frühjahr aus „0 Sefl Wasar a Lefl Bloii" (Koth) wird, im Herbst umgekehrt. (Welche j. Ausdrücke hier für Frühling und Herbst gebraucht wurden, ist mir nicht mehr erinnerlich). Ebenso p. Zb. 3, 32; weißruss. Zb. 5,12, 372; lettisch 16,191,175. p.Li.l, 221; Ad. 599.klr.HaBecHiKopen>«o>Kjpkv a jiHJKKa öojiOTa, a b ocemi jiHJKKa aojKiHJKy a Kopemv öojiora. Fra. 1,151, 4. Siebb.-sächs. Wa. 5,1285, 9. ostpreuß. Fri. 2, 2165. 156. Serbali türid. Serbali? inta beschäftigt. Wenn einer alle Hände voll zu tun hat. 157. A slechtar Sidach zol mech nist wein. Der Satzton liegt auf mech. Eine unvorteilhafte Partie möge schon an der Abneigung des andern Teils scheitern, damit man gar nicht erst in die unangenehme Lage komme, sie ablehnen zu müssen. Im übertragenen Sinne von jedem Geschäft gebraucht.