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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 324

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 324 (sequence 328)
Language
German
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Marmorstein, Beitr. z. Religionsgesch. u. Volkskunde. 349 Sie sah in ihrem Horoskop, daß sie mit ihm (Joseph) einen Sohn erzeugen werde. Sie wußte aber nicht, ob sie selbst oder ihre Tochter (Gen. r. 85, 2). R. Samuel b. Nachmani wendet dieses Motiv auch auf Tamar an (ebd.). Die Schnellreise des Vaters wird in den Quellen verschiedenartig angegeben. Die erste Art, nämlich der n2P3p ■JTJn ist allgemein bekannt (vgl. die Zusammenstellung in A. R. W. XVI, 168—170). Für dieses Motiv kommen mehrere Stellen in Betracht, die hier erläutert werden mögen. Pal. Maaser scheni V. 2 heißt es: npDS ■»Tl DWp mn m in in rorw*n *na «vn wns •na Kim «na nnn *vyip "»nun Ki^m paa ,p köv» j"6 loa ,npaj nnw ,fcnn w j-6 k^düd "»ja psj i2? •oi an»« pox «in j1? idk Kn^ns KTVQ D\Dn K1?!. Ein Mann ackerte, da riß die Kuh loß, sie lief und er lief nach ihr, sie lief weiter, er lief nach ihr bis er nach Babylonien kam. Man sagte zu ihm: Wann bist du weggegangen? Er antwortete: Heute! Da sagte man zu ihm: Welchen Weg bist du gegangen? Er sagte: diesen (Weg). Sie sagten, zeige uns den Weg! Er ging hinaus, um ihnen den Weg zu weisen, wußte aber nicht, welcher es sei. Auf diesem legte ein Mann die lange Reise von Palästina nach Babylonien in einem Tage zurück (vgl. M. Sam. ed. Buber 65 B). Andere Beispiele für diese Schnellreisen lassen sich in Menge anführen, wie Gen. r. 59, 15; 60,4; 60, U; 93,7; Pirke R. E. c. 16; Tanch. (Frkf.) 37 a; Midrasch Tadsche, ed. Epstein, p. XL. Ibn Hazm spottet über Naphtali's Luftreise, s. Kobak's Jeschurun VIII, 93,4. Appollonius von Tyana konnte in wenigen Minuten Reisen zurücklegen, die sonst mehrere Tage dauerten, (nach der Erzählung seines Biographen Philostratus aus Tyrus). Beschwörungen für diesen Zweck findet man Ms. Adler 3832, 6a, vgl. auch MGWJ. 42. 363. Diese Wunder geschehen aber auch mit Hilfe des heil. Namens. Als Beleg mag auf Abisai, den Sohn Zerujas verwiesen werden (b. Sanh. 95a). Es ist hier nicht der Ort, die Wunder, welche mittels des heiligen Namens geschehen, aufzuzählen. Die Vorstellung lebte im Volke und im Lehrhause, daß man mit dem Namen schnelle Reisen unternehmen könne.

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