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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 313

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 313 (sequence 317)
Language
German
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308 Marmorstein, Beitr. z. Religionsgesch. u. Volkskunde. X, 16, Cant. r. 1,1 liest statt R. Meir Rab, Midr. Psalmen ed. Buber, p. 324 ebenfalls Rab, ebenso Jalkut Kön., § 175, Jalkut Machiri, p. 347)1). Die Dämonen vermehren sich durch Geburt, wie die Menschen, nach der oben angeführten Stelle, die sich auch b. Chag. 16a und Aboth R. Nathan c. 37 wiederfindet. Der Talmud zitiert die Stelle als ]2T[ un. Gen. r. 20, n lehrt R. Simon, daß die Geister sich vermehren. R.Simon ben Jochai war bekannt durch seine Kunst, Dämonen auszutreiben (Meila 17 B)2). R. K^n lehrte, daß die Dämonen körperlose Wesen seien, die beim Eingange des Sabbats erschaffen wurden. Sie vermehren sich wie Menschen, sterben, ein Mensch kann mit einem weiblichen Dämon Kinder erzeugen. Die Kinder bleiben Dämonen (s. Gen. r. VII, 5, Tanch. Buber I, p. 12, Jalkut Genesis § 12). Auch diese Ansicht bestätigt die Lehre unserer Barajta. Abba Benjamin betont, daß die Dämonen überaus zahlreich seien. Zum Glück können wir sie nicht sehen (b. Ber. 6a). Wenden wir uns nun zu den Vertretern der amoräischen Periode zu, so sehen wir, daß es unter denselben kaum einen einzigen bedeutendem Lehrer gibt, der nicht wenigstens ein einziges Mal auf diesen Glauben in seinen Predigten Rücksicht nehmen würde, R. Chanina ben Chama3), R. Hoschaja4), 1) s. noch Eccl. r. 10,16. MPs. 72 zu I Kön. 3, i6. 2) s. R.E.J. 8, 200. Lewin, L. R., Simon ben Jochai p. 69. Tertullian, Apol. 37 f. Blau, Zauberwesen, p. 30. 3) s. Jebamoth, 122 a, wird der Agadist von einem Dämon, genannt Jonathan, belehrt, vgl. jedoch pal. Jebamoth, 15 B, wo wir statt ^totf N-pft iro-n -6 lesen "jnm '-i wb, vgl. Bacher, Agadader pal. Amoräer, I, 32, Anm. 2f. In Sanh. 67 B, Ghul. 7 B, will eine Frau den Rabbi behexen. Er ruft ihr zu: Tue es, wenn du es vermagst, es steht geschrieben: Niemand außer Ihm (Dt. 4,35). Staub und Asche werden oft im Zauberwesen gebraucht, vgl. b. Joma, 83 a. tftottpb Mb ^nsm O'O'-n nunDN. Man wirft Staub auf die Augen des Toten, s. nn D-OpT, 21a; Jellinek, to"m, V, 158, vgl. auch Gen. r. 49, 23. 4) Gen. r. 31,13. Auch Geister, Dämonen sind mit Noah in die Arche gegangen. R. Hoshaja stellt sich die Dämonen als Wesen vor, welche Seelen haben, aber keine Körper. Diese Vorstellung wird Gen. r. 4, 5 im Namen Rabbis vorgetragen. Gen. r. 11,9, sagt R.Pinchas, daß die D'WTE, d. h. Dämonen, am Freitag erschaffen worden sind.

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