Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 312

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 312 (sequence 316)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2638044-2638083-2638084--2300-2639674
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions (1 not found in this text)

Marmorstein, Beitr. z. Religionsgesch. u. Volkskunde. 307 51a). Drei Dinge erzählte der D\JSH W oder Suriel, der nach dem oben zitierten Fragmente der Aufseher der Dämonen ist, dem R. Ismael. Wenn du dein Hemd anziehst, nimm es nicht von deinem Bedienten, wenn seine Hände nicht gewaschen sind. Zweitens, wenn du DinSD'W trinkst1), nimm es nur von einem, dessen Hände gewaschen sind, und reiche den Becher nur einem, der ihn dir gereicht hat, denn der „böse Geist" lauert nur darauf, indem er sagt: Wann wird einer dieses tun, damit ich über ihn kommen kann; XIII, 1 (vgl. b. BK. 107 B) besagt, daß das Morgenbrot Dämonenabwehrende Kraft besitzt. Es wird , hier am Platze sein, in einer kurzen Skizze die Ansichten der Rabbinen, Tannaiten und Amoräer, über Dämonologie anzuführen, die auf die obigen Sätze einiges Licht werfen. Von Hillel (Soferim XVI, 9) und seinem Schüler, R. Jochanan ben Zakkai (b. Sukka, 28a, b. BB, 134a) wird gesagt, daß beide XTirW D*Htif, d. h. Beschwörungen, Verfertigung der Amulette kannten. Daß R. Jochanan ben Zakkai im Zauberwesen, wie in der Dämonologie heimisch war, geht auch aus seinem berühmten Dialog mit dem Heiden über die „rote Kuh" klar hervor. Er fragt nämlich: Was macht man mit einem Besessenen? Man räuchert die Dämonen aus (vgl. Pesikta, Buber, p. 40af. und Parallelstellen). Die Schüler des R. Jochanan ben Zakkai R. Joschua ben Chananja und R. Eliezer ben Hyrkanos waren auch der Dämonologie kundig (vgl. besonders j. Sanh. 25d, b. Sanh. 68a). Die Frau des R. Eliezer ben Hyrkanos, die Schwester des R. Gamaliel II, genannt Dl^ttf NQ'W, spricht von ihrem Manne, der in einem gewissen Zustande, W INSDtif ^DD, wie von einem Dämon besessen gewesen sei (Traktat Kallah c. I, vgl. dazu Ibn Gayath in TVJDV *njW I, 36, DWU EjDKD, p. 26, b. RH. 28a u. b. Ned. 20 B). Die Tannaiten, welche nach dem Bar- Kochba-Aufstand gewirkt haben, hielten fest an dem Dämonenglauben der vorhergehenden Periode. Wir erwähnen R. Meir, der in den zwei Weibern, die Salomon zum Urteil veranlaßten (I Kön. 3,16), Geister sieht (vgl. EccI. r. zu 1) Vgl. Blau, Zauberwesen, p. 145. 20*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.