Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 300

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 300 (sequence 304)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2638044-2638083-2638084--2288-2639662
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Marmorstein, Beitr. z. Religionsgeseh* u. Volkskunde. 295 und Gnadenreichen. Ähnliches findet man in den griechischen Zaubertexten, z. B. sv ov6[JiaTt tou £övto£ B»sou, Iv tö övofj.ocu goo &Ytto usw. v. Pradel, Fr., griechische und südital. Gebete, usw., p. 43f1). KDJVHK wird zweimal wiederholt, vielleicht darf man an appYpra ^[xaxa denken, die II. Kor. 12, 4 erwähnt werden. Dort heißt es nämlich: Und ich weiß von demselben Menschen, daß er in das Paradies entrückt ward, und hörte unaussprechliche Worte, die kein Mensch wiedergeben kann. Die Beschwörung geschieht hier durch „Binden". Im Zauber muß man deutlich und exakt erwähnen, „ob männlich oder weiblich", „alle Tiere, die auf vier Füßen gehen". Ein Beispiel für diese magische Exaktheit finden wir in Ms. Adler nr. 292. tttf byi nwrb wd d^bo wd b p^soi f?wrn p*»np wj?tp nvw ]wh hu myiwn wo hyi d^dd^d wd hyi n^oop \n tu1»«» p on» p n»K pi p ffswn •jatei w W> ip^nt? nv6s p vftsA p torrar» 12 nw W> ntoin "OKtoa feto p^DI p^TDT TOI usw. Der Text erwähnt auch fünf verschiedene Ausdrücke für „binden", „vertreiben" oder „verjagen". Die Verba "1DN /TTO /TOp und CJT1 sind leicht verständlich. Schwierigkeiten bietet jedoch das Wort KD'tfto. Es muß den anderen Ausdrücken ähnlich sein. Man dürfte vielleicht mit dem Worte das bisher unerklärte Wlfflb in Num. r. II, 25 in Zusammenhang bringen. Dort heißt es: IfQ m «nöflö "]toÄ wnp imn *]hnn nn« awtfA in nto? penea nxn ^nnoty nno1? vq nnoty zdijjd wn. Ein König feiert das Hochzeitfest seiner Tochter und findet an dem p^t? seiner Tochter eine Sache von WD^, da sagt der König: wenn ich ihn jetzt töte, so störe ich die Freude meiner Tochter. Die Wichtigkeit des Myrtenführers oder Brautträgers bei Hochzeiten ist jedem Midraschleser geläufig, obwohl seine religionsgeschichtliche Bedeutung noch lange nicht genügend aufgeklärt erscheint. Warum will der König ihn töten? Weil er, nach den Erklärern, eine Sache, die man nicht vergißt, bei ihm gefunden hat. Ist nicht eher an einen Zauber- 1) s. auch Nr. 3 in Montgomery's AIT. (p. 127) KnKlöK "»TO yiWl ■Wnn 85*1 «-»O» vgl. auch nr. 8 (p. 154)..

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.