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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 280

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 280 (sequence 284)
Language
German
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Grunwald, Aus meiner Liedersammlung. sie genen dervon un das geld ausgeben tut sie noch verdriessen weil sie von kein kreissen un ruckenbrechen nix wissen. bis mittagzeit wern alle speis zugericht unter den Vorhang mit die wärtin wert alls aweggemacht eppes mein eppes dein men trinkt derbei ein gut gläsel wein. sie sagt: wenn es keiner seht, wert es euch nix schaden, ihr müsst wein trinken auf den fladen. nachmittag anstatt ein suppe wer ich euch lasen machen ein guten kaffe. wenn der mann aheim kommt, macht sich die kindbettern kreissen. der mann fragt die Wärterin sie sagt: sie hat heint ein schlechten tag un tut viel jissurim einbeissen ich weiss nit, was sie heint macht far ein spielech es is nix, es wirt nur sein kegen die milch. jetzund schlaft sie a bissei unter die deck geht jetzund von bett aweg. aso agiren die wärterns die junge un die alten .... menche ihr sof tut sich auch vergahn auf die älter nehmen sie sich ein mann. sie meinen zu haus geruet zu leben derweil tut der mann die nedunja auf einmal die baal choboth weggeben. mir haben noch etwas kleins vergessen wie es in die häuser zugeht mit den essen es giebt wirtins, die da bezahlen den dienst das fleisch von die ganze woch nun frag ich enk: das dienst will jo essen doch. nein, sie tut karg zehren wann sie nix will essen, kann ihr keiner wehren. sie denkt: mein kraft vergeht mir auch sie nemt ein stickel brot un tunkt sich ein in die oberste jauch. auch gibt es wärtens die da bezahlen die ganze woch das brot un das dienst leidt nebbich hunger un not. sie halten sich zu anander das geld un kaufen sich dervor, was ihnen gefällt. sie sparen sich nebbich ab un tun fasten die flickerin un die brot jidene kaufen sticker fisch un fleisch auf der freie gassen. wo sie aber die fisch aher nehmen gehören sie sich zu schämen. freitag abend fragt die wirtin 18*

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