Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 227)
- Language
- German
- Belongs to
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218 Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. Anfang folgender Worte: „edom we-jischme'elim jilchamu milchama jachad jehergu cheloth jechrobu ha-jacaroth mejischme'elim sche'obdu Muhammed we-nischar edom lifleta umachanoth Corfath ja'azivu malkam mi-malkutham jaelichu darkom kokab thifartham jigdal meod we-ja'assu 'azzoth neqamoth we-jehergu Aschkenaz Spania umedinoth rabboth weja'assu azzoth neqamoth wejilchamu 'im bene Romi wejosiru gojim me'abodath ha-mas we-el erec 'Ibrim deror jiqra isch ben Dawid." Zur Erinnerung an den Pogrom vom 23. Juni 1878 wird in Kaiisch der 22. Siwan als Festtag begangen. Das Ereignis ist in einer Inschrift auf der Menorah des Bethauses verewigt. Beerdigungsgebräuche. Aus einer Handschrift Halikoth 'olam, Gebräuche bei Trauerfällen, von dem Setzer Jona b. (Arzt) Juspa Seligs in Lissa. Das Buch wurde 1848 vollendet. Auszüge brachte ich Mitt. IV, S. 149 und V, S. 18, über den Verf. s. Lewin, Juden in Lissa 253. In den Approbationen wird hervorgehoben, daß ,,große Geheimnisse zum Frommen der Seele" darin enthalten sind. Besonders kleinen Gemeinden, die nicht leicht einen Fachmann befragen können, wird es gute Dienste leisten. — 13a werden Hausmittel aus Michaelis, Der Hausarzt und anderen Arzneibüchern zusammengestellt. — Als Gründe für das Lichtanzünden beim Eintritt des Todes werden angeführt 12 a: 1. um besser den Eintritt des Todes konstatieren zu können; 2. als Symbol, weil die Seele als Licht bezeichnet wird; 3. ein Sinnbild des Lichtes des (ewigen) Lebens; 4. eine Ehrung der Schekina, die kommt die Seele zu empfangen; 5. eine Erinnerung an die LichtvisionbeimTodeAharons(RaschizuChuqqath). — 13b 3/4 Stunden nach erfolgtem Tode den Leichnam nicht berühren. — Gegen das Wasserausgießen in der ganzen Nachbarschaft bei einem Sterbefall, auch bei der Thequfa, spricht sich der R"m"o aus (Or. ch. 455), auch gegen das Wasserausgießen in den Pessachnächten ist der „Mordechai". — 25b. Daß man beim Niesen „asutha"1) (Gesundheit) wünscht, begründet Cemach 1) Bezeichnung von Amuletten: Montgomery 53.