Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 214)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2638044-2638083-2638084--2198-2639572- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
206 Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. tung, mit diesen Fingern auf die Augen und sprich dreimal: „El Schaddai", dann einmal: hereschit bara eloqim u. a. m. 143 a. Bei der Habdala trinkt nicht die Frau nach dem Manne, weil, nach dem Sch'T'h, Eva sich durch Wein von Adam zu scheiden suchte. 144. p. 16b. Der Hausherr gehe zuerst ins Haus, zuletzt aus dem Haus. 145. Fische (ungesalzen) gegen Unterleibsleiden. 146. Wenn eine Frau nicht mehr gebären kann; sie nehme einen Fisch ein, der in einem anderen gewesen und mit Hasenmagen gebraten, nachher mit Mehl und Wasser zerrieben worden ist. Gegen Augenschmerzen: (nach ,,Tobi ben Tobiel) Fischgalle auf die Augen. Wenn einer von einem bösen Geist besessen ist, esse er Fischherz, auf Kohlen geräuchert. 147. Milz ist gut für die Zähne, gefährlich für die Eingeweide. 148. Trägst du bei Dir eine Fledermauszunge oder das rechte Auge einer Schlange oder eines Wolfes, so vermag kein Feind etwas gegen Dich. 148 a. Wenn einen Hundezahn, so sprichst du den ganzen Tag kein Wort und schläfst nicht. 149. Ochsengalle als Pflaster beseitigt Warzen. 150. Das Bestreichen des Gesichtes mit Bärenmilch macht klug. 151. Ein Hasen- oder Hundeherz tragen hilft gegen Verzauberung. 152. Mit Hundemilch bestrichen, kann die Hand ungefährdet glühendes Eisen anfassen. 153. Legt man einer schlafenden Frau Wolfsmilch auf die Kehle oder das Ei eines Fuchses auf das Herz, so sagt sie alles aus. 154. Bocksblut in einer Schüssel lockt alle Flöhe an. 155. Wolfszahn, dem Pferde angehängt, treibt es zur Windeseile an. 156. Begegnet die Frau beim Verlassen der Miqweh einem Hunde oder einer Katze, so muß sie umkehren und nochmal baden, es sei denn, daß eine Person sie begleitete..