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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 166

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 166 (sequence 170)
Language
German
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Nacht, Der Fuß. 163 Zukunft des Menschen erfahren kann1). Ein anderer Aberglaube lautet: Wenn jemand ein Jucken an der Fußfläche verspürt, so ist das ein Zeichen, daß er nach einem unbekannten Orte gehen muß2). Vom Fuß im allgemeinen heißt es: Öleinreibung des Fußes wirkt als Heilmittel gegen Betrunkenheit, wobei folgender Spruch hergesagt wird: So wie dieses Öl lauter ist, so soll auch der Wein des X. lauter werden3). Das Waschen der Füße aufeinander bewirkt Vergessen des Studiums4). Das Schaukeln mit den Füßen, während man bei Tische sitzt, kann den Verlust der Eltern bewirken^ resp. den Teufel groß schaukeln5). Bei den Rumänen herrscht ein Aberglaube, wonach das Schreiten über den Fuß einer Person den Tod der Mutter herbeiführt. Um die Gefahr abzuwenden, soll man den Weg sogleich zurücklegen6). Nach einem syrischen Aberglauben soll man ein Kind nicht auf die Füße küssen, da es sonst nicht mehr wächst. Ebenso soll man kleine Kinder nicht auf die Sohle küssen, weil sie davon verkrüppeln7). Wie die ,,Erde von unter den Füßen" zauberischen Einfluß hat, so besitzt der Staub von „unter den Fußstapfen" eines höheren Wesens, einem arabischen Aberglauben zufolge, schöpferische Kraft. AI Samir entnahm den Fußstapfen des Engels Gabriel den Staub, woraus das „lebendige Kalb" entstand. Darauf sagte Moses zu AI Samura: Was tatest du denn, Al-Samura? Er aber erwiderte: „Ich sah 1) rnsio» "idd üizn 'nrn^H :178 a"n b":rr nsoa pra yst üü-niött tna biö ibin rnsoa :-ponn ■»"-) btö nsös :V':p rp i'b "mw* m&nb;.. nsmn a-a-ia^va um ... e^bie'-kö ted. 2) robb -ib £P ,*jb 3H ,^Dnn imn« öi« bö -ibm tp &&9 (n"üp D-'T'Dr. 'c) "Jl? 15*810 orpttn. 3) .^s^izn anbtti NmzftD w>to "12DM *n'n *o ,8m y-n «ri ^» «ntött h^i *>Dn rotten in^y^Di •^m'mai irr-nn 8m-»-mb nnb ('n V'o rata) •«■»abs -a «••rbsi rr^ttn b"»ar»b. 4) by it -pbin na yrrnn 'dt Ttobnn na dtdim D^m rtttwan, a"i nv^-nn) "rr aa. 5) Ein unter den rum. Juden und Christen verbreiteter Aberglaube. Vgl. Gobovei, Credentii etc., p. 269: „Cand stai la masa sä nu huti picioarele, caci huti pe dracu. — Sa nu legeni picioarele cäci legeni pe dracu. 6) Sa nu treci pe piciorul cuiva cä moarä mama ta. Daca ai gresit, intoarce-te inapoi pe unde ai trecut, ca so scapi. (A. Gorovei 1. c. p. 196). 7) Vgl. Low, Monatsschrift f. d. W. d. J. 1921 (Bd. 65), p. 259. 11*

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