Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 165)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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158 Nacht, Der Fuß. möchte „eiserne Füße" haben, um unermüdlich zu den Lehrvorträgen des Meisters gehen zu können1), während nach dem Buche Sohar der Fuß zu denjenigen Gliedern des menschlichen Körpers gehört, mittels deren er seine prophetische Kraft ausübt2). Doch ist der „starke Fuß" resp. der „breite Schritt" —im Gegensatz zum „kleinen Schritt", derauf gedrückte Stimmung und Familienunglück schließen läßt —3) auch ein Zeichen allgemeinen Wohlbefindens und körperlicher Gesundung. Vom äthiopischen Fürsten Mtesa rühmt der Dichter seine „starke Kraft und hammerfesten Füße"4). Ähnlich wird von Rabbi Chanina erzählt, daß er, dank der körperlichen Pflege, die ihm seine Mutter in der Jugend zuteil werden ließ, im Alter von 80 Jahren auf einem Fuße stehend, seine Schuhe ab- und anlegen konnte5). Ja, im Fuße kommt die körperliche Stärke zum Ausdruck6). Auch das Sprichwort weiß von der Wichtigkeit des starken, resp. gesunden Fußes und gibt diesbezügliche Ratschläge. Kaue gut mit den Zähnen und du wirst es in den Füßen wieder finden7). „Die Schritte des Esels hängen von der ihm zuteil werdenden Gerstefütterung ab8). Der volle (satte) Bauch trägt die Füße"9). „unbewachte Fuß" den jungen Zögling, — nennt ja Abraham Ibn Esra die Füße „JüDglinge", "EZDib^ DTnyrtil,,, vgl. Rosin, Reime und Gedichte A. J. Esra's, Breslau 1894, p. 24 — wie den Menschen überhaupt auf die schlimmsten Abwege führen kann. Vgl. weiter unten. 1) (x"-n mDin) ■prttiaai ^bnsn "jb mm -p. 2) -pnrtt rr» . . . D*N->n:n np-oi V* «no ^ttn wpn im -pm Dil* p„ :V'nn -pbam yinrD meo rrma öwsa rm Wir* yn-a a*pb:n b* -nw. 3) (22 ymn:o) "nrntpriö rroy-OD b^,. 4) Db u9 n-o f^riD mn d^tö^sd th mpürntt y^^9 (15 'n *\-o nbian) ■»ponNpa-»». 5) '-m -:xd D^röiz) p 'ttd n'S rb^ tms,, : V'r> -pbin "•rrooo yoiöi van n"n«. -hyzn bsnsi ib^so yibm nn« nb:r) b^ Ted? *^m:pT ^b itet -jn ^mib^ ^totf. 6) :Y-)£nöo ,qian nD in p *pb:m!3 yn1»!, :Vb D^p^tt ins© •orrbaia i»M aip^n. 7) (n":p rara) "-^ara roicm "ODS pn». 8) (a"3p na©) •-•nro awm 9) "K-b:n srrü tfö-^D« :n rnzns n^Nin nm. Vgl. auch das deutsehe Sprichwort: „Die Füße tragen den Leib", was eigentlich