Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 158)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nacht, Der Fuß. 151 Allmächtigen auf ihm ruhte, einen solch großen Schritt machte, wie von njTW bis tenWK"1). „Große Schritte", resp. der Leichtfüßige, wird dem Helden gleichgestellt. So sagt der Psalmist: „Nicht dem Leichtfüßigen gebührt der Siegeslauf, nicht dem Helden der Triumph des Krieges2). Der Behende und Leichtfüßige (DTnS^tfnpD [j.axpo-s)ux<{>po<;) eignet sich besonders für den Kriegerstand3). Sie gaben auch die Schnelläufer ab, die dem königlichen Wagen voranzulaufen pflegten4). Manch jüdischer Stamm zeichnet sich durchs Schnelllaufen aus. So Naftali5) und die Söhne Gad's, „Kriegshelden, 1) ttsnsras nna wios 20is> rrn vb? rr-nsj p"mi rrmnia raun» ('n 'n önp*n nm) ÄbKniD« wi. 2) («"■» 'ö nbnp) 'rtanb^rr D^-nnA abi yrrai-t n^bpb «b -o, ys oiw "pn (o"»brrn) ■sw* «rarr tipim ab, na «atron gW Nb Y»bJna bpl bl bptt Öirtt TntfV Zu dem Ausdrucke ""pbs'nin bp„ ist zu bemerken, daß auch bei den „Griechen derjenige als bester Läufer galt, der den geringsten Fußeindruck auf dem Sande hinterließ". Vgl. auch Eckakdt, Turnen, S. 97. 3) Vgl. Keauss, 1. c. p. 247, A. 367. Daß der Krieger dem Fuße eine bestimmte Haltung geben muß, um das Gleichgewicht zu erhalten, wissen schon die Schulkinder aus dem Lehrbuche der Physik. Dieser bestimmten Fußhaltung dürfte vielleicht der Ausdruck zu verdanken sein: „Auf Kriegsfuß stehen". Weniger bekannt dürfte die Sitte sein, wonach der in den Kampf ziehende Krieger den linken Fuß unbeschuht ließ. Das erfahren wir aus einem Fragment des Euripides (ed. Nanek, p. 534), wo erzählt wird, daß die Atoler bei kriegerischen Unternehmungen den linken Fuß unbeschuht zu lassen pflegten (Goldziheb, Beiträge zur arab. Philologie I, p. 51). Vielleicht sollte der unbeschuhte Fuß als Zaubermittel dienen. Der Teufel trägt bekanntlich nur einen Schuh. Vgl. Nöldeke, ZDMG. 64, 444 u. meine Schrift: The symbolism of the shoe, p. 15, A. 63. 4) ibD„ : 'n a"d -p-nnro "ps>i .('« «"73) tf-p:sb tnsn d«, "■m a^bin mdd -pnpm bnnü ^biuz. 5) ü"tt miDfcns) .^sto **im im:n rtmbiö rw« ^bnss j^rrwb D^nn by trNiXD,, :nvo-D mb^ao D->bp D-naa o^niöni ■pnasatt mnv&n -liznb o^nwo ,tranbttn yn canon "nfc« -\r\i:n "rVftnbfaM. Diese Stelle erinnert an die Schnelläufer, durch die in alten Zeiten wichtige Botschaften überbracht wurden, ganz besonders in Kriegszeiten, wie wir dies vom Marathonläufer wissen (der allerdings durch den allzugroßen Schnellauf nach Verkündigung der Siegesbotschaft tot niederfiel) und von biblischen Berichten, so z. B.: : *1D , n"*» 'd. bNTQlD .runsn ^itoN'n raaw fit ^b^n *mb y-i ta-fi* *ny rurr»