Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 151)
- Language
- German
- Belongs to
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144 Nacht, Der Fuß. mit gerecktem Haupte, mit blinzelnden Augen und klirrenden Füßen" in scharfen Worten zu geißeln1). Die Propheten Israels standen allerdings in diesen ihren Strafreden nicht einzig da, waren doch die Töchter Zions diesbezüglich sicherlich nicht die schlechtesten2). Solche Exemplare beiderlei Geschlechts gab es bei den 1) -pna m-ntw nsabm tps m:a inaa ■o : t"ö '^ur Är?20D3?n D^binai ,ri2Dbn iyicttTyibn ,D^y rrnpWi. Über „klirrende Füße* vgl. auch Herschberg, „Heatid" IV, p. 42, A. 3: D^TD3n "O« (o^bjn mnrrsfiO "bspbinpa arn mabtn o^n ^nnsa m^n'nyn -i"-rnb rröb» Dipb^ "p^i ."ans embrn bnp ovfctMa D^t Tat* rrpra bm rn^s oraa nn trna?:n nrra "mbin b*, :83 n£ bnp n« »^Mrf i^m rao a'^ .., bnp d^eim ."n^oayn, nbaa (Vi n^) .anrsa nanaa ttfa-p niaa ib;n. In ihrer unkeuschen Gangart bedienten sich die Zionstöchter einer eigentümlichen Schuhbekleidung. Sie brachten an ihren Schuhen eine Drachengestalt an, auch legten sie in einem kleinen Grefäß, das bald als ein Eitrichter, bald als ein Huhnkropf bezeichnet wird, wohlriechenden Balsam in den Absatz ihres Schuhes, der durch einen Tritt der Trägerin den berückenden Duft entströmte. tirvffiD w n:DD2n Dibma-),, :16,1 nan anpin bia pst na-ato nmma ,i^ttK "p3*11 .ribym b* pp^i mias mar inrnmaan jOiba^ttb nap? -pa nm» n:mn pwons^ im« sbft'Di bamn yc3?c7D rmn im« mm ,iib? npsn nrnn a*mna bia na nat-n •■»äds^ btf) o^itf nmfco pa. Über moa^n als öa:? Schlange, vgl. Kbauss 1,184—85 u. 632, A. 746. Vgl. auch meine Schrift: The symbolism of the shoe, S. 22, A. 94; Kubin, Agada u. Kabala, S. 18,19. Siehe auch Dr. F. Unger, Die Pflanze als Zaubermittel (Naturw. BibL, Nr. 5, S. 26): „Zum Liebeszauber wurde sie (die Zaunrübe) (Bryonia Alba L.) von Mädchen, die zum Tanze gingen, in Scheiben geschnitten und in die Schuhe gesteckt und dabei gesprochen: Körfcheswurzel in meinem Schuh, ihr Junggesellen lauft mir zu*. — Vielleicht ließe sich übrigens *S"W0a3>n ombinai firabn zpzvn "pbr% mit „leichtem Schritt" und dem unkeuschen Frauen eigentümlichen „schlängelnden <xanga wiedergeben, ein auch von Balzac (Physiologie du mariage, p. 160) in diesem Zusammenhange ähnlich gebrauchtes Bild: „Est-il un homme assez insoociant des mysteres de Tamour pour n'avoir pas maintes fois admire' le pas leger, menu, coquet d'une femme qui vole ä un rendez-vous? Elle se glisse a travers la foule comme un serpent sous l'herbe". — 2) ab b&nur msa bis •phntD ^\ 'n xvi na*! «nta -pis? ■piniöa marns isbi rwi bin Nbi rmrbip. Auch Heine (Shakespeare^ Mädchen u. Frauen) spricht von jener sonderbaren Keuschheit, die den Töchtern Israels einen solch' wunderbaren Liebreiz verleiht. „Daher bei Jessika jene bemerkbar zagende Scham, die sie nicht überwinden kann,