Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 130)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Nacht, Der Fuß. „Bund der Zunge", und einen Bund mit den Fingern seiner Füße, das ist die "H^D,,1). Die Erfüllung des Besehneidung-Gebotes empfiehlt der Midraseh in folgender Weise: Wenn du viele Sünden ("riVDJJ,,)2) begangen hast, so tue dagegen viele ffiXD. Wenn deine Füße dem Bösen nachjagen, so bemühe dich, die „Mila"- Pflicht zu erfüllen, die zwischen den Füßen ist3). Das auf Hochzeiten übliche Klatschen mit den Händen und Tanzen mit den Füßen erklärt der Mystiker Rabbi Pinchas Goritzer (19. Jahrh.) damit: Die zehn Finger der Hände bedeuten das Bundeszeichen der Zunge, die zehn Finger der Füße das Bundeszeichen des „membrum". Wenn beide Bundeszeichen im Steigen begriffen sind, steigen auch die Hände und die Füße, daher das Klatschen und Tanzen auf Hochzeiten4). Im Zusammenhange mit dem oben Gesagten wird Fuß $3T\) als Bezeichnung für Kinder, Nachkommen gebraucht. 1 Mos. 49, 10: „Nicht weichen wird das Szepter von Jehuda und der Gesetzgeber von seinen Füßen" erklärt Isac Troki unter Hinweis auf 5 M. 28, 57 dahin: „Es wird nicht weichen der Gesetzgeber von seinen Kindern"5). Der Sohn („der Erbe") ist der Fuß des Vaters, lautet 1) tranb oms« «aiz»» : n-par» 'o fc^n ^b nizns ^msi raipbi rrns mn tt» mwas« mm nb mai Dbi*n "pia T»b« nbw 'di *nb*»fc ^irrm -pb:n rros^N nvy -pm ,ynöbrr. 2) Unter ömi33*,, verstehen Talmud und Midrasch zumeist unkeuschen Lebenswandel, daher als Schutzmittel die Erfüllung des Mila-Gebotes empfohlen. Vgl. über Schechtee, Some aspects of rabbinic, S. 250. 3) .rmsra bo mb^an pryny b© mbmn ün„ ("n^Dnnrr -ps w-v> i-ib^n "in« *p -nn ,w^b ynb rninw» c-b:^ runs -^na 4) 'cd amai, :'t n£ (1857 ym^sü) ^y^irvp s'Sb tpMva ^pb «*>n -nbi1-) m»£K -prabn n-na am w msaSN n»5> miar» ,Enb;nm üi-rn o-brntt nynrn pu^bn rrnsb mb? tö^iödi ,W7on mm "TWflMn yriEtttn "p^ipito pbn. 5) n*öo^ra in inxin, :14 .p a"n ^pi^a -»'Sb inoifc« pntn rbttp-pm (s"rtf V'im idtö vsn) t"d ,n'b trmn mb:n nssmr: p 'pas* "ir/o^ . . "msoDb« 'n ifc« 'm '■pbrn ^raro B"n? mn biMn •w», n"p vnnio ^-»bai D^rn D^ün *b:n *H3ntob ^03 'Stt S^t n^lZ55 ü^iop.