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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 121

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 121 (sequence 125)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. U9 Es gibt aber auch eine Meinung, daß dieser Brauch mit der Auferstehung nichts zu schaffen habe, sondern er symbolisiere mit dem Händewaschen die Reinigung mit der Asche der roten Kuh, Ysop und Wasser1). Man soll dem Leichnam Schaufäden und keine Kleider aus heterogenen Stoffen (Kilajim) geben, damit er darin auferstehen könne2). Sabbatai Kohen führt die Ansicht mehrerer Gelehrten an, wonach der Segen über denjenigen komme, der dem Toten schöne Kleider bereitet, weil er dadurch den Glauben an die Auferstehung zum Ausdruck bringt3). Wenn ein Knabe vor dem achten Tage, also unbeschnitten, stirbt, wird der Leichnam mit einem scharfen Stein oder Rohr beschnitten, bekommt einen Namen, damit er an der Auferstehung teilnehme4). Zu den Gebräuchen, käme noch, daß der Imbiß nach der Habdalah vorzugsweise das Knöchlein nährt, woraus die Auferstehung entspringen wird5). Ohajjim II, 565 ed. Schlesinger. Als Ursache des Graswerfens wird auch angegeben, daß es die Absonderung der Lebenden von den Toten ausdrücke. Schibbole ha-Leket 173». Nach rückwärts wird es darum geworfen, weil die Seele ihren Körper bis zum Grabe begleitet und nicht eher zurückkehren darf, bis die Trauernden ihr auf diese Weise nicht die Erlaubnis dazu gegeben haben. Taschbez 449 aus Sefer Ta'me haminhagim 67 b. Es soll auch andeuten, daß von nun an T053, mi und STOIB 3 keine irdische, sondern ausschließlich geistige Speisen genießen werden. Darum muß das mit der Erde ausgerissene Gras dreimal nach rückwärts geworfen werden. Lewisohn, Meköre minhägim 134. 1) Orach Chajim 575. Der Staub vertritt die Asche, das Gras den Ysop und die Reinigung ist erforderlich, weil der Leichnam verunreinigt. Schulen. Ar. Jor. Deah 376 1HD ^PDTB 5. 2) Semachoth 12, Toßaf. Ab. Zar. 65b ba». 3) Schulch. Ar. Jor. Deah 352,2. 4) Das. 263,5; 353,6. Die Uubeschnittenen werden nicht auferstehen. Kad hakemach II, 55 a (ma^ai:). 5) Mitteilungen zur jüd. Volksk. 1912, 95. Bekannt ist auch die Sitte, der Leiche an beiden Daumenfingern ein gabelförmiges Holz anzubringen, womit der Tote seine unterirdische Höhle graben soll. Woher die Sitte stammt, kann ich nicht herausfinden. Abraham Danzig ÖTN ntoDrt bemerkt auch, daß davon bei den älteren Decisoren keine Spur zu finden ist, und verordnet, man solle dem Toten ja nicht die Daumen einbiegen, sondern die sogenannten Gepelech an die Seite legen. n*obn mbStt Ende. Lewisohn D^n:tt ^ip1» 132 erwähnt auch, daß man dem

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