Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 123)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. \\*J Regens — sagt Isak Aboab — haben die Männer der großen Versammlung darum unmittelbar nach der der Patriarchen gesetzt, um darauf hinzuweisen, daß Sara und Rebekka ebenso durch göttliches Wunderwirken Kinder gebaren, wie der Regen und die Auferstehung auf Gottes wunderwirkendes Geheiß zurückzuführen sind1). Die drei Eulogien werden noch auf ältere Quellen zurückgeführt. Als der Patriarch Abraham aus dem Feuerofen gerettet wurde, da sangen die Engel: Gebenedeit seiest du Gott, Schild Abrahams. Als Isak am Altar verbrannt wurde und ihn Gott mit dem Tau des Lebens wieder ins Leben rief, da sagten die Engel: G. s. d. G. der die Toten belebt. Und als Jakob im Traume die Pforte des Himmels erblickte, da riefen die Engel: G. s. d. E. heiliger Gott2). Welche Wichtigkeit dem Glauben an die Auferstehung beigelegt wird, beweist schon der Umstand, daß ein am haärez, wenn er kein anderes Verdienst hat, als daß er im Gotteshause auf die Eulogie über die Belebung der Toten mit Amen antwortet und so dem Glauben Ausdruck gibt, daß Gott die Toten beleben werde, schon genug geleistet hat3). Die Auferstehung wird in der Tefilla dreimal erwähnt: für das Erwachen aus dem Schlafe, für den Regen, der bekanntlich noch über der Auferstehung steht, und für die Auferstehung im Jenseits4).^ Wer die Eulogie der Auferstehung zu sagen vergißt, muß das Gebet neu beginnen, da er sonst in Verdacht kommt, er sei ein Sadduzäer5). Der Schlaf wird so betrachtet, als wäre der Körper tot, da sich von ihm die Seele absonderte; das Erwachen ist daher eine Wiederbelebung, denn die Seele kehrt wieder zum Körper zurück. Wenn man daher erwacht, erstehung leugnen, mit übl^ft 121 Dbl^tl yü schließe, das die Existenz des Jenseits demonstrieren soll. Statt "p^n nbpbpiDtt muß D^priS gelesen werden. Siehe Varianten in der Wilnaer Mischnah - Ausgabe, s. Deutsch, Geschichte der jüd. Poesie 176. 1) Menörath hamaör IV, 3. (II, 80* Wüna). 2) Schibboie ha-Leket, Buber 9* 18*. Ozar Midr. 584*>. 3) Agadath Bereschith 153. Beth ha-Midr. IV, 108. 4) Abudraham 29b. 5) Schibb. ha-Leket 10». j. Ber. V, 9c,40 fitttt y*n Tön« worunter Elbogen einen Sektierer vermutet. MS. 1902, 357.