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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 91

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 91 (sequence 95)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehungen der jüdischen Tradition. g$ Asche trägt der Wind zu den Füßen der Frommen, denen der Prophet Maleachi verspricht: „Ihr werdet treten die Sünder, denn sie werden Asche unter euren Füßen sein" (3,21). Aber die Minim, die Verleumder, die Epikuräer, die Leugner der Thora und der Auferstehung, die von der Gesamtheit sich Ausschließenden, die ihre Macht Mißbrauchenden, Sünder und zur Sünde Verleitende wie Jerobeam Sohn Nebats und Genossen, diese alle fahren in die Hölle, wo sie dem ewigen Urteil verfallen. Die Hölle wird aufhören, sie aber werden nicht aufhören (zu leiden), denn es steht geschrieben: Ihre Gestalt verschlingt die Unterwelt, weil sie sich am Heiligtum vergriffen und sie tragen die Schuld an dessen Zerstörung1). Nichtsdestoweniger sind diejenigen, die sich am Heiligtum vergriffen, nicht hoffnungslos verloren, wenn sie Buße tun. Auferstehen können sie wohl wegen ihres großen Verbrechens nicht, aber auch ganz vernichten kann man sie nicht, weil sie ihre Tat bereuten; es wird auf sie das Wort des Propheten Jeremija angewendet: Sie schlafen den ewigen Schlaf und erwachen nicht (51, 57). Ihr Schicksal teilen die kleinen Kinder der Heiden und die Heere des babylonischen Königs Nebukadnezar. Sie werden nicht auferstehen und nicht abgeurteilt werden, da die Kinder nicht verantwortlich sind für die Schuld ihrer Väter und die Heere nicht für die Bosheit des Königs2). 1) R. Hasch. 17*; Toßefta Sanh. 13 (434) hat außerdem •mttTOT und für den Genossen SKnS. Ezech. 32,21 D^n ynt*3 Errnn tn* wird auf solche angewendet, die an der Spitze einer Gesamtheit stehen und ihre Gewalt zu strenge ausüben, ohne damit einen religiösen Zweck zu verfolgen. In der Toßefta figuriert b"QTn Dn*H"> "luTwD'O nicht als Begründung, sondern als besonderes Verbrechen. b"!fc*;Z3 mbnb veranlaßt die Erklärung von tlbn bij^ Gen. r. 26,2, wofür an unserer Stelle D:rr:; nbD steht. Maim. H. Tesch. III, 6 hat außer den angeführten Sünden noch b&mn "ISIS, statt D^ittTO hat er D-nMD, dem O^S nb^TO rmra entsprechend Jim m-ns:? ttizrtf, ferner?-in ]vab ibyn nWl *Osra und mb-i* yW2, s. Mischnah, Wilnaer Ausg. bömB"» rmsn. j. Sanh. X, 27d, 6 v. u. wird Korach als ^Clp^ES betrachtet. 2) Euth r. 6». Koh. r. 23*. j. Ber. IX, 13^,68, wo pipb und pmb für "]n*pnnb und im tob steht. An beideti letzten Stellen steht richtig D"»ia ",-H3p, während B,uth r. u'm ^"UDI Tttp, wo ",",vD1 zu streichen ist. j. §ebi. IV, 35°, 35 hat auch ü^il ^:üp. Targ. Jer. 51,57 sie sterben den zweiten Tod, da sie nicht auf die Welt kommen.

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