Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 94)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. ins Feuer hinabführen. Die Gläubigen und die Juden und die Sabier und die Christen und die Magier und die Polytheisten — Allah wird zwischen ihnen entscheiden am Tag der Auferstehung1). Von den einzelnen Fällen, wo man sich das Jenseits und die Hoffnung auf die Auferstehung verwirkt, sind besonders folgende hervorzuheben: Wer behauptet, die Auferstehung werde nicht in der Thora gelehrt. Selbst wenn er an die Auferstehung glaubt, nur in Abrede stellt, daß sie aus der Thora folgt, hat er schon sein Jenseits verloren2). Daß dieser und die noch aufzuzählenden am Jenseits keinen Anteil haben, will nicht besagen, daß sie überhaupt nicht auferstehen, da bei ihnen nicht bemerkt wird, daß sie nicht zum Gericht zugelassen werden; sie werden daher auferstehen, aber nur zur ewigen Schmach und Pein. Verlustig wird des Jenseits, wer da sagt, die Thora sei nicht vom Himmel geoffenbart worden; der Epikuräer, worunter jeder gemeint ist, der die Gelehrten und die Thora geringschätzt. R. Akiba spricht auch dem das Jenseits ab, der profane Bücher, wie philosophische, geschichtliche Bücher der Griechen, Gedichte der Heiden und ähnliche Werke liest. Wer eine Wunde oder andere Krankheiten durch Murmeln eines Verses aus der heiligen Schrift heilen will und dabei ausspuckt; Abba Saul fügt auch den hinzu, der den Gottesnamen (das Tetragramm) so ausspricht, wie er geschrieben ist3). Die jüdischen und heidnischen Sünder fahren mit ihrem Körper in die Hölle, wo sie zwölf Monate hindurch leiden. Nach Verlauf dieser Zeit verwest ihr Körper, ihre Seele wird verbrannt, ihre 1) Sure ll,ioo; 22,17; 28,41. 2) M. Sanh. X, 1 minn yo trnttsn rrinn "pa wiatfi. Es gibt aber auch eine LA. ü-nttn n^nn -pfrntoiKn und mmn p fehlt. Demnach wäre nur von dem die Rede, der die Auferstehung überhaupt leugnet. Siehe Rasi z. St. und den Kommentar TVcbiD rottbü. 3) M. Sanh. X, 1. Die Kriterien des OTlpEN Sanh. 99*>; D^EO D^jlX^n 100b. Nu. r. 14,4 bezeichnet alle Bücher, die nicht zu den 24 Büchern der heiligen Schrift gehören, als verbotene Lektüre. lümb riDttn b" Sanh. 101a; Blau, Zauberwesen 61 (Ungar. Ausg.). PiN fttir: iwm»a cton s. Rasi Sanh. 101 Tw. s:n. Az. 18» Toßaf. Witt. Sebu. 35» Toßaf. nbsa. Sukk. 5* Toßaf. IT.