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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 87

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 87 (sequence 91)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 85 keinen Anteil an jener Welt, wird aber zum Gerichte auferstehen. Wenn ein ewiges Leben voller Pein und Kummer wünschenswerter ist als ein ewiger Tod, so ist das Geschick dieses Geschlechtes günstiger zu nennen1). Diese Begünstigung jedoch wird nur dem Geschlechte der Sintflut einstimmig abgesprochen, während sich für die übrigen immer ein Fürsprecher findet, der ihnen wenigstens den Weg zum Gericht bahnen will. So wird darüber gestritten, ob die Sodomiter zum Gericht auferstehen werden oder nicht. Es werden pro und contra Beweise aus der heiligen Schrift geliefert, aber zum endgültigen Beschluß konnte es nicht kommen2). Die Kundschafter (Nu. 13) werden auch des Jenseits verlustig, stehen aber zum Gericht auf, während das Geschick Korachs und seiner Rotte wieder Gegenstand einer Debatte bildet. Ebenso bleibt das Schicksal des ganzen Geschlechtes der Wüstenwanderer und der vermißten zehn Stämme in der Schwebe, bis die verschiedenen Meinungen ausgeglichen werden3). R. Akiba hat sich heftigen Angriffen nicht in ihre Scheide zurück. Auch yt&tl yt2 irft3"n Gen. 7,23 beweist nach R. Akiba, daß sie von jener Welt vertilgt sind. Sanh. 108* Sohar I, 66* -pan yn irren bedeutet D^nn ■nso» imr. j. Schebi. I, 33» 47 hat -mnb ivprtf Gen. r. 26, g -»3s:b m3iT»3 ibbn mm-iH "pfi* ühiyh nach R. Jehuda, während R. Huna tradiert: lmi ^Tntt "»r« ■jTTHSb, s. Lev. r. 4,1. Das Land "WA trägt darum diesen Namen, weil dort das Geschlecht der Sintflut ausgeschüttelt wird, bmttn *rn -^:3 wie die Sünder, die aus dem heiligen Lande ausgeschüttelt werden. Gen. r. 28,3. Midr. Echa Buber 23 (12»). Pirke R. El. 34. Jalk. Jes. 429. D^NS^ Jes. 26,14 bedeutet das Geschlecht der Sintflut und unter U^rft sind die DTID zu verstehen. Sabb. 113* Dttb 1^33 biM ^12. 1) Weder die Mischnah noch der Talmud sagt ausdrücklich, wie bei den übrigen, "P~S "pTDny, jedoch folgt dies aus dem Zusammenhange, s. Lipschitz z. St. 2) Gegen ihre Auferstehung spricht Ps. 15: „Sie stehen nicht beim Urteil auf, damit ist das Geschlecht der Sintflut gemeint; „die Sünder in der Gemeinde der Gerechten*4 bezieht sich auf die Sodomiter. Dagegen aber wird eingewendet, daß sie wohl nicht mit den Gerechten, aber mit den Sündern auferstehen werden. M. Sanh. X, 3. R. Nehemjah nimmt R. Josua gegenüber den lindern Standpunkt ein, Ab. R. Nathan 1,36, Schechteb 53b. Der Verfasser des Sohar läßt die Sodomiter auch nicht zum Gericht auferstehen, ebenso Midr. hane'lam I, 107» 108*. 3) Da vertritt R. Akiba den strengeren und R. Eiiezer den milderen Standpunkt. M. Sanh. a. O. Nach Ab. R. Nath. a. 0. läßt sie R. Eiiezer

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