Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 89)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. gg werden aber gruppenweise in Galiläa auferstehen, denn das ist das Erbteil des Patriarehen Joseph; dort wird sich zuerst der Messias offenbaren, weil dieser Teil des Landes früher zerstört wurde und die Vertreibung des Volkes auch dort begonnen hat. Sobald sie dort auferstanden sind, wird jeder zum Erbteil seiner Väter gehen. Jeder wird seinen ihm gebührenden Platz einnehmen, dann werden alle nach Jerusalem wallfahrten, um dort Gott Lob und Dank darzubringen1). Der Exeget und Grammatiker David Kimchi sagt von der Auf erst ehungsvision Ezechiels: Wenn die Auferstehung dieser Toten als Allegorie aufzufassen ist, so muß unter dem Grabe, welches Gott öffnet, das Exil verstanden werden; ist sie aber wörtlich zu nehmen, so wird hier die Frage, ob die Toten im Auslande aus ihren Gräbern auferstehen werden oder sich erst unter der Erde nach Palästina wälzen müssen, dahin entschieden, daß sie schon im Auslande aus ihren Gräbern auferstehen. Denn erst sagt der Prophet: „Ich bringe euch herauf aus eueren Gräbern" und darauf folgt: „Ich bringe euch auf den Boden Israels" (37,12). 8. Wer wird auferstehen? Eine ganze Reihe hervorragender Eigenschaften sind erforderlich, wenn man würdig sein will, an der Auferstehung teilnehmen zu dürfen. R. Pinhas b. Jair sagt: Auf Willigkeit folgt Reinlichkeit, Sündenlosigkeit, Ausschließlichkeit, Heiligkeit, Bescheidenheit, Furcht vor Sünde, Frömmigkeit, diese endlich erwirkt den heiligen Geist und dieser die Auferstehung2). Solche Bedingungen jedoch konnte Pinhas an sich stellen, dessen Frömmigkeit sprichwörtlich wurde, ja dessen Esel manchen Fanatiker an Frömmigkeit überragte. Was soll aber mit dem minder Frommen geschehen, der 1) Sohar II, 220a. Von der Offenbarung des Messias in Galilaea das. I, 119a; II, 7i>, 8*>. 2) M. Sotah IX, Ende. Anders Az. 20 wo mit der Thora begonnen wird, die zur Achtsamkeit führt. Sir. r. 2b eine andere Reihenfolge, wieder anders j. Sab. I, 3C, 11; j. Schek. III, 47c Ende; Jalk. Jes. 503. Graetz führt den Spruch auf die Essäer zurück, Gesch. III», 96. Ähnlich beim Hirten des Hermas; Hennecke, Neutest. Apokr. 238. e*