Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 79)
- Language
- German
- Belongs to
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74 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. Ein anderer Kabbaiist äußert^sogar den Wunsch, daß die Seelen derjenigen, die nicht wie Henoch, Jakob, Moses, Elijah usw. starben, mit diesem Knochen in steter Verbindung bleiben mögen, denn er kostete nicht von der verbotenen Frucht, an ihm haftet daher nicht der Fluch, er ist infolgedessen der Verwesung nicht unterworfen und mit Recht dazu berufen, daß bei der Auferstehung der Körper seine Neugeburt ihm verdanke1). 6. Wie wird man auferstehen? In dem oben erwähnten Gespräche der Königin Kleopatra mit R. Meir fragte die Königin auch, wie die Toten auferstehen werden, ob nackt oder in ihren Kleidern. Darüber kann uns das Weizenkorn belehren, antwortete er. Dieses wird nackt begraben und sprießt in mehreren Kleidern auf, um wieviel mehr die Frommen, die in ihren Kleidern zu Grabe gehen2). Auch in dem bereits angeführten Gespräche zwischen R. Meir und dem Samaritaner fragt dieser: Wie deshalb den Namen Betrüger, weil er sich auf dieser Welt jedes Genusses enthält, um unsterblich zu sein. S. Jalk. Chad. TTlM 37. 1) Hyetl, das Arabische und Hebräische in der Anatomie 165, 167, sagt: Das ossiculum lus oder T*)b (Mandel) der Talmudisten, bei alten deutschen Anatomen „Judenknöchlein". Wie dieser Knochen, welcher nicht existiert, einst dazu kam, soviel von sich reden zu machen, ging so zu. Im alten Testament (Ps. 34, 21) kommen die Worte vor: Er (Gott) bewahrt alle seine Beine, eines von ihnen bricht nicht. Die Ausleger der Schrift bemühten sich dieses unzerstörbare „unurn ostf näher zu bestimmen. Dieser wunderbare Knochen fand auch bei den grübelnden Gelehrten der Araber gastliche Aufnahme. UTilD btD Tib die Mandel des Rückgrates ist os oder seinen resurrectionis. I. Low, Ar. Pfln. 375. Midr. Talpij. 189»; Venetianer, Assaf II, 58. 2) Sanh. 90i> irrmabfca nw*i3 D^p-^s d^tw Keth. 111^. Nach Toß. das. sind nicht die "pr^Dn gemeint, sondern die gewöhnlichen Kleider, die man im Leben trug. Die Folgerung aus dem Weizen auch Pirke R. El. 33; Gen. r. 95,1. N3 Nin *p töiab ^blil Ninil) CKBD msb. Tanch. 104*, Buber. Jalk. Hi. 924. 02 mTnn m^Ntt w i-7Kn fcnn bntf^b d-jkh Midr. Sam. 6. D^Nn D3> miffl mOD ftub *rrrb w nan a^n bwab so auch j. Keth. XII, 35a, 10, mOD cnton rv^nnn mbyb -rn* srrDpb din 02 m-rru) Tanch. 59 Lubl., s. auch Koran, Sure 6, 95. Die Auferstehung in den Kleidern ist auch dem Islam bekannt, Geiger, Was hat Moham. etc. 80.