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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 72

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 72 (sequence 76)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 74 luz übrigens dürfte dieser Knochen einer Erzählung von einer Stadt desselben Namens verdanken. Es wird von einem unbenannten Manne erzählt, er hätte im Lande der Hittäer eine Stadt gegründet, die er Luz nannte und diesen Namen führt sie bis auf den heutigen Tag (Ri. 1,26). Da lehrt die Baraitha, dies sei die Stadt, wo man das Himmelblau bereitet. Weder Sanherib noch Nebukadnesar konnten sie vernichten und selbst der Tod kann dahin nicht dringen. Wenn den alten Leuten das Leben schon zur Last wird, gehen sie hinaus außerhalb der Stadtmauer, wo sie den gewünschten Tod finden. Gibt es nun eine Stadt, deren Einwohner unsterblich sind, so muß der unverwesliche Knochen würdig sein, ihren Namen zu tragen1). Über die Eigenschaft dieses Knochens gibt uns R. Josua b. Hananja Aufschluß. Kaiser Hadrian wandte sich an ihn mit der Frage, wovon Gott einst den Menschen wieder schaffen werde. Vom luz der Wirbelsäule, antwortete er. Woher weißt du es? Bringe mir einen und ich werde dich überzeugen. Er wollte ihn mahlen, konnte aber nicht. Er versuchte ihn zu verbrennen, das ging auch nicht. Kein Wasser erweichte ihn, da schlug er mit einem Hammer darauf und der Amboß teilte sich, der Hammer ging in Splitter, der Knochen aber blieb unversehrt2). Von den Mystikern lehrt R. Abba: ein Knochen beiläufig diesem Maße entsprechen dürfte. Beth Joßef Tur Or. Chaj. 300, auch von Mag. David angeführt, nennt ein menschliches Glied ÖOO"*2, das sich die ganze Woche nicht nährt und nur am Ausgang des Sabbat von der Mahlzeit genießt. Es besitzt alle Eigenschaften des T")b, welche es dem Umstaude zu verdanken hat, daß es von der Frucht, welche Eva ihrem Gatten reichte, nicht genoß, weil dies nicht am Ausgang des Sabbat geschah. Es hat an der Sünde nicht teilgenommen, kann daher auch dem Tode nicht verfallen. Dieses Glied ist daher mit T"lb identisch. Siehe A. S. Sperling, Sefer ta'me haminhagim, Lemberg 1896, p. 30 b und weiter unten in anderer Version. 1) Sota 46*>. Gen. r. 69, s. Jalk. Ri. 38. Es gibt in der oberen Welt einen Thron, der den Namen nbsn führt und wo über Tod und Leben entschieden wird. Jalk. Chad. n2"0\2 25. Zwischen den beiden nbDn dürfte ein Zusammenhang sein. Benjamin aus Tudela fand in Luz nur einen Juden und der war Färber, Massa'oth ed. Grünhut I, 29. 2) Gen. r. 28,3. Lev. r. 18, l hat ys»; Koh. r. 30* Rom (12,5) •p^tt, Jalk. Koh. 979 "pDtt. Die ersten zwei nennen die Auferstehung aufblühen, letzterer: bereiten, schaffen.

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