Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 59 Der Verfasser des Soliar läßt täglich durch die Höhle Machpela einen Wind wehen, der auf die verwesten Gebeine Tau bringt, von dem die Patriarchen — natürlich nur für kurze Dauer — erwachen und für ihre Kinder beten. Es ist aber kein ausschließlich für diesen Zweck bestimmter Tau, sondern derselbe, der täglich der Welt Segen spendet1). Dieser Tau fällt von Gott selbst herab. Die zehn Sefiroth nämlich zerfallen in zwei Teile, wovon die erste, die Krone, Gott am nächsten stehende, das lange Gesicht genannt wird, die übrigen sind das kleine Gesicht. Von diesem langen Gesicht tropft Tau herab und dieser wird die Toten zum Leben auferwecken. Er ist weiß, wie der bedolah (Nu. 11,7), worin alle Farben enthalten sind. In der weißen Farbe ist aber besonders die rote sichtbar. Erstere ist die Farbe des langen, letztere die des kleinen Gesichtes. Die also die weiße Farbe sehen, von denen sagt Daniel (12,2), sie gehören dem ewigen Leben an; während die roten zu Schanden und ewigem Abscheu werden. Hieraus erklärt sich nun, warum der Prophet Jesaja im Zusammenhange mit der Auferstehung vom „Tau der Lichter" spricht. Er meint damit die genannten zwei Farben und Gesichter. Dieser unmittelbar von Gott kommende Tau hat außer der Belebung der Toten noch die Aufgabe, die Speisen der Frommen in jener Welt zu würzen2). Es gibt aber auch einen Tau, der von den 22 Buchstaben herabtropft und worin sich die Seelen reinigen und stärken, nachdem sie im Strome des Nür ein heißes Bad genommen hatten3). Wird nun die Zeit der Auferstehung kommen, da wird Gott seine Haarlocken schütteln, der Tau wird herabfallen und der Staub wird sich zum Körper gestalten4). Die Unwissenden (am-haäres) wird Gott mit dem Tau des Schlafes auferwecken. Dieser entsteht daraus, daß die Kinder während des Thorastudiums einschlummern und aus ihrem Munde Speichel fließt. Diesen läßt Gott aufbewahren und Midr. Ag. Buber 1,160. D^töln -f» bö Klint) traftn n^nn D'mb* statt DTttn rrinn b© bö. 1) Sohar I, 225*; 232» 2) Idra rabba III, 128b: 135*>; 292* auch 1,130*. D. H. Joel217. Pranck, La Kabbale 188. 3) Sohar III, 210». 4) Jalk. Hohl. 988. b^m -]&*!n begrenzen, d. h. formen.