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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 69

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 69 (sequence 73)
Language
German
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68 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition, Schätzen aufbewahrt liegt und der Auferstehung harrt1). Der Boden des Eden wurde zwar aus dem Schnee des Gottesthrones geschaffen, aber gewürzt wurde er vom Tau, mit dem Gott einst die Toten beleben wird2). Im Garten Eden waschen sich die Frommen täglich mit dem Tau, den Gott für die Auferstehung bereit hält3). Auch Baruch prophezeit, es werden die Wolken Heilung-bringenden Tau herabträufeln und zur messianischen Zeit wird Gesundheit im Tau herabsteigen4). Doch blieb der Tau auch sonst nicht untätig, wenn es die Not erforderte. R. Josua b. Levi lehrt, daß nach jedem Gebot, welches Gott offenbarte, dem Volke Israel die Seele entfloh, da ausdrücklich gesagt wird (Hl. 5,6): „Meine Seele zog aus, als er sprach." Wenn nun das Volk bei der Offenbarung des ersten Gebotes starb, wie konnte es das zweite hören? Die Frage mußte so gelöst werden, daß es Gott mit dem Tau, der für die Auferstehung aufgehoben ist, zum Leben erweckte5). Aber nicht nur das anwesende Volk, sondern auch die Toten der Unterwelt erwachten bei der Offenbarung, ohne Zweifel infolge des herabfallenden Taues6). Auch der Prophet Ezechiel konnte die dürren Knochen nur mit Hilfe des vom Himmel herabfallenden belebenden Taues zu neuem Leben erwecken7). 1) Chag. 12*>. Ozar Midr. II, 317 a aus Sefer Raziel. Es gibt auch im dritten Himmel (o^prHü) einen Tau, aber für die Auferstehung dient bloß der im mmy. Das. II, 316». 2) Das. 86». Beth hamidr. 1H, 133. 3) Sobar Chad. 42*, Abschn. Balak. 4) Kautzsch, Barucbapok. 29,7; 73,2. 5) Sabb 88b. Beth harn. I, 62. Ozar Midr. 453. Für die Belebung dieser Toten wird Ps. 68,10 als Beweis angeführt. Da sich dies auf die Offenbarung am Sinai bezieht, so muß unter mm: der herabgefallene Tau gemeint sein. Mech. Jethro 78b, Weiss läßt das Yolk nicht sterben, sondern von der Hitze bloß erschlaffen und auch dagegen wird der Tau zur Erquickung herabgesendet. Midr. Ag. Buber I, 70 läßt das gestorbene Yolk mit dem Tau beleben, folgert dies aber aus HJ. 1,2: Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, wo der Tau als belebender Kuß Gottes betrachtet wird. 6) Pirke, ß. EL 41 rn bUKiznu) Üintttl muß es statt W heißen. 7) Pirke, E. El. 33 DWn p bü n^nn orrby -n\ Statt rn-nn btt hat Jalk. Ezech. 375 Danton zy^nn bu3 und in schlechter Wortfolge

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