Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. ßi und die den Thron tragenden vier Wundertiere (Chajoth) werden auch heruntersteigen, Korach und seine Anhänger werden hervortreten und öffentlich gerichtet werden. Nachdem sie Gott anerkannt haben, wird Gott an alle Menschen folgende Ansprache richten: Jetzt sehet ihr, daß es außer mir keinen (Gott) gibt; ich verwundete auf dieser, heile auf jener Welt und keiner rettet sich vor mir am Tage des Urteils1). Auch Paulus setzt sein Vertrauen in Gott, der die Toten auf erweckt. Denn er selbst, der Herr, wird mit Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen. Jesus selbst sagt zum Schaf, das er zum Leben erweckt hatte: erhebe dich mit der Erlaubnis Gottes, des Eineckers der Toten2). Der Evangelist Johannes aber scheint schon die Macht der Erweckung der Toten Jesus zu übergeben, „der lebendig macht, wen er will, und die seine Stimme hören, werden auferstehen"3). Jesus soll 1) Oz. Midr.494*. Parall.416 wo tTWtonntt ÜfP^Ö« steht, LA. D-'nn'as und D"»*nprVO DrPnm?,LA. D'mnntt. Vom Erbeben der Erde sprechen öfters die Propheten; im Zusammenhange mit der Auferstehung sagt Mohammed: wenn die Erde erbebt in ihrem Beben und die Erde herausgibt ihre Lasten (Toten) Sure 99,1. 2, s. auch Beth ham. VI, 58. 2) II Cor. 1,9, I Thess. 4,16. Er gebraucht den Ausdruck iyeiQav rovg vexQovg Erwecker der Toten, wie ihn Mohammed den Lebendigmacher der Toten nennt. Sure 30,49; 41,39. Grünbaum a. a. 0.281. 3) Ev. Joh. 5,21-, 6,38—40. Bodenschatz (Kirchliche Verfassung der heutigen Juden), der wie Eisenmenger, von dem Fr. Deutsch sagt, daß ihm aller historische Grund uod Boden fehlt, wodurch er weit schädlicher als nützlich geworden ist (Gesch. der jüd. Poesie 14), wie Schudt und Wagenseil mit Benutzung eines winzigen Teiles der jüdischen Literatur ein dickes Buch schrieb und gegen Judentum, Juden und ihre Literatur feurige Pfeile schleudert; der wie seine Genossen Talmud, Midrasch, Exegese und Philosophie kaum berührt and sich mit Vorliebe ein kabbalistisches Werkchen zur Hauptquelle wählt, weil dies seinem Zwecke besser entspricht, dieser Bodenschatz sagt im Kapitel über die Auferstehung: „Glückselig sind wir Christen, daß wir solches (wer nämlich die Toten beleben werde) gewiß wissen und aus der heiligen Schrift neuen und alten Testamentes beweisen können denjenigen, welcher dieses große und majestätische Werk vornehmen werde, nämlich Jesus Christus, der eingeborene Sohn Gottes, welcher solches selbst von sich bezeugt