Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 57

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 57 (sequence 61)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2638044-2638083-2638084--2045-2639419
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

56 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. so, daß die Frommen schon im vierzigsten Jahre dieses Jahrtausends auferstehen, während die übrigen bis 408 warten müssen. Dies folgt aus dem Worte nn, dessen Zahlenwert 408 beträgt. Klar soll es in Lev. 25,13 ausgesprochen sein: „In diesem Jobeljähre sollt ihr zurückkehren jeder zu seinem Besitze". Das Wort MtWJ beträgt die Zahl 5408: da wird jeder Körper seinen Besitz, die Seele erhalten1). Die Abendzeit, wo der Diener Abrahams am Brunnen ausruhte (Gen. 24,17), ist der Rüsttag des Sabbats, das sechste Jahrtausend und die Zeit „wo die Schöpferinnen herauskommen" ist die Zeit der Auferstehung2). Auch bei den Mohammedanern wurde die Zeit der Auferstehung berechnet (sä'a Stunde), aber der Prophet erklärte, daß solche Berechnungen unhaltbar seien. „Sie werden dich fragen nach der Stunde, für welchen Zeitpunkt sie festgesetzt ist; ihr Wissen ist bei meinem Gott allein, nur er wird sie zu ihrer Zeit bekannt machen"3). Die Auferstehung der Toten bezeichnet öfters einen unbestimmten Termin. Als Gott den ersten Menschen schuf, ließ er an ihm alle Geschlechter vorüberziehen, die Frommen und die Sünder bis zur Auferstehung der Toten4). Ebenso ließ Gott auch Moses alle Führer (Parnaßim) Israels bis zur Auferstehung sehen5). Gott sagte zum Himmel, er entstehe, und er dehnte sich immer weiter aus, bis Gott sagte: genug. Wenn er dies nicht gesagt, so hätte die Ausdehnung bis zur Auferstehung fortgedauert6). Die Frau Lots bleibt eine Salz- 1) Pirke R. El. 48. Midr. hane'lam I, 139—140. Gbaetz, Gesch. VIT, 438 hält die Stelle für unecht und für Fabrikat eines sabbatianischen Schwindlers. Sohar II, 10a wird die Auferstehung auf 1638 berechnet und zwar für die Toten des heiligen Landes, während die Ausläcder um 144 Jahre später auferstehen werden. Das. III, 252 gibt „der treue Hirt* die Zahl 1260 für die Offenbarung des ersten und 1266 für die des zweiten Messias an. Isak Abravanel setzt die Zeit des Messias auf 1534, die der Auferstehung auf 1575 an. n^TOT! ^3^73 54*>. 2) Sohar I, 182 a. 3) Sure 7,1S6, Goldziheb, Vorlesungen über den Islam 266,16, s. noch Sure 45,26.31; 47,20; 54,46; 69,15; 79,42. 4) Tanch. Buber, Gen. 11». In der Parallele Gen. r. 24,2 u. Paral. fehlt DVttn Vrrtt) V, steht aber Jalk. tillim 888 und Midr. til. 139. 5) Sifre On2D 52* Fbiedm. 6) Tanch. Buber, Gen. 4».

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.