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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 56

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 56 (sequence 60)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 55 habe keinen Messias mehr zu erwarten, da es ihn zur Zeit des Königs Hiskija bereits konsumiert habe. Der Amoräer Samuel will dem Messias zwar das Leben nicht absprechen, läßt ihn aber mit der Auferstehung nichts zu tun haben, indem er behauptet, es sei zwischen dieser Welt und der Zeit' des Messias kein anderer Unterschied als die Bedrückung, unter der das jüdische Volk lebt. Die ganze Wirksamkeit des Messias kann sich daher nur auf die Befreiung Israels aus der Unterdrückung erstrecken1). R. Jochanan schleudert zwar einen Fluch gegen die Berechner der Erlösungszeit, weil man sagen wird, da die Berechnung nicht zutraf, sei die Erlösung überhaupt nicht zu erwarten. Rab will von einem bestimmten Termin überhaupt nichts wissen, sondern läßt die Erlösung einzig und allein von Buße und Tugenden abhängen2). Nichtsdestoweniger wurde von der talmudischen Zeit bis ins späte Mittelalter viel über die Ankunft der Messiaszeit gegrübelt und die Frage beschäftigte Philosophen, Historiker und Mystiker in gleicher Weise. Wie die Erfahrung lehrt, hat der Fluch besonders in bezug auf die Mystiker seine Berechtigung, da ihre Berechnungen dem Judentume außer den Enttäuschungen auch großen Schaden anrichteten. Als Anfang der messianischen Zeit wird 1300 (5060) oder 1306 (5066) festgesetzt. Zählen wir dazu die 40 Jahre, die der Auferstehung vorangehen, so fällt diese auf das Jahr 1340 (5100). Nach anderer Berechnung soll die Erlösung im sechsten Jahrtausend und die Auferstehung im Jahre 1608 (5408) stattfinden, jedoch sie genossen schon zu jener Zeit den Segen der Messiaszeit. Zwar wird zur Zeit des Messias Not und Elend herrschen, aber die früher Auferstandenen werden doch keinen Mangel leiden. Kohut, ZDMG-. a. a. O. übersetzt rr;Z)Wn "OO "»bDön sie werden die beiden Messiase überdauern, d. h. den des Sohnes Efrajims und den Josefs. Nun ist aber miZ373 — wie 'n zeigt — kein nomen proprium und da müßte es D^rPTOto 'TO heißen, wie es in der Tat öfter gebraucht wird, z. B. Kaja Mehemna III, 246 ■prrnD'D ynn. 1) Sanh. a, a. O. Sabb. 63a. 151b rnnan rntnb rtitt öbi^rr ys y« "obn n-nDb'D -raytö «b«. 2) "p^p « btt yiXZy ns^n Sanh. 97 \ Gott läßt durch den Engel Dumah jedem Körper sagen, er werde auferstehen, gibt aber keinea Termin an. Jalk. Chad. Dma« 53.

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