Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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54 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. spüren. Wenn die durch Ezechiel belebten Toten wieder zu Staub wurden, so bilden diese — insofern wir es nicht mit einer Allegorie zu tun haben — eine Ausnahme und werden einem besonderen Urteile unterworfen1). Auch die Offenbarung Johannis läßt zuerst die Frommen und Märtyrer auferstehen und tausend Jahre bis zur allgemeinen Auferstehung vergehen, aber er läßt sie nicht wieder sterben, so daß an den beiden Auferstehungen dieselbe Person nicht teilnehmen wird2). Wenn nun die Frommen den Vorzug haben, daß sie um tausend Jahre früher wieder das Licht der Welt erblicken, so wird dieses Recht auch denen zugesprochen, die im heiligen Lande ruhen. Daher wünschte der Patriarch Jakob, sein Sohn Josef und nach ihnen Unzählige bis auf den heutigen Tag, im heiligen Lande der ewigen Ruhe teilhaft zu werden. Unsere Weisen lehren zwei Dinge: Warum hatten unsere Stammväter eine besondere Vorliebe für eine Grabstätte im heiligen Lande? Weil die Toten des heiligen Landes zur Zeit des Messias zuerst auferstehen und die Jahre des Messias genießen werden. Daher heißt auch das heilige Land das Land des Lebens (Ps. 116,9; 142,6), was sonst nur für Tyrus, Caesarea und Umgebung gilt, wo Fülle und Üppigkeit herrscht3). Radikal löst die Frage Hillel, der erklärt, Israel 1) Sanh.92b: Jalk. Jes. 4,3 hat r]bfr5 "jmN während an unserer Stelle D^ro -,ms steht. 2) Offb. Joh. 20,4—g. Diese nennt er die erste Auferstehung, 'nn aon ubiyh m^rn mi^b -pn 'n 'a 'prib '?on Seder Elij. r. Fbiedm. 14 meint die doppelte Auferstehung der Frommen zur und nach der Messiaszeit. 3) mra ■pbDico rp-ßton mtt-a sibnn D^n bßmzji y^a ttdo rP'äWrt. So lautet die Stelle Gen. r. 96, 5, so auch Tanch. Buber TTn 107Gen. r. 74,i; Ex. r. 32,2 fehlt die zweite Ursache, auch j. Kil. IX, 32o, 13 und j. Ket. XII, 35*>, 15, während Peß. r. 1 nbnn fehlt, ebenso Jalk. til. 116 (874). Auch sonst lautet der Text anders. In den übrigen Parallelen heißt es "p^pi tvnviam -ns ttbtf D^nn rnati« *pK «bm «?m«j Ton abiT nimiam dafür hat Peß. r. y"ia bfiniBi y-iN *oi nD"inn a^nto tttö* «bm D^ntt. Der Ausdruck milü -pbrn&O rPTöton hängt mit einem ähnlichen in Sanh. 98b zusammen, "p^TS? n^Mn ^j'<D "»bsön bN^na*1, das nach Baschi sagen will, es werde eine Zeit der Sättigung für Israel sein. So auch der Ausspruch Hillels mpTn iwa imbsa -im« bsmzrb miött Onb pN das. 99», das heißt,