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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 54

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 54 (sequence 58)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 53 Vor der Auferstehung muß zuerst das Heiligtum erbaut, die Diaspora eingesammelt werden und nach Verlauf von vierzig Jahren werden die Toten auferstehen, wie dies der heilige Sänger ausdrücklich betont (147,2.3): Zuerst „bauet Gott Jerusalem auf", dann „versammelt er die Verstoßenen Israels" und endlich „heilt er die gebrochenen Herzen"1). Es wird aber auch eine Frist von tausend Jahren festgesetzt, und da schon zu Beginn dieser Zeit wenigstens die Frommen auferstehen, die neuen Verhältnisse aber noch nicht soweit geordnet sind, daß die Auferstandenen schon jetzt ihr ewiges Leben beginnen könnten, besonders wenn für diese Zeit mörderische Schlachten, grenzenloses Elend, eine Umgestaltung der ganzen Schöpfung in Aussicht gestellt wird, wo das Leben gar nicht wünschenswert ist; daher läßt man die Frommen sterben und wieder auferstehen, so daß man gewissermaßen von zwei Auferstehungen reden kann. Es ward gelehrt: die Frommen, die einst Gott beleben wird, werden nicht wieder zu Staub. Sie werden wohl in der Zeit der Offenbarung des Messias bis zum Anfang der künftigen Welt sterben müssen, aber nicht in Staub zerfallen, denn „was übrig ist in Zion und was bleibt in Jerusalem, wird heilig genannt, jeder, der zum Leben aufgeschrieben ist in Jerusalem" (Jes. 4,3). So wie der Heilige ewig ist, werden sie auch ewig sein. Was aber werden sie in den tausend Jahren, wo Gott seine Welt neu gestalten wird, machen? Gott wird ihnen Flügel wachsen lassen und sie werden über dem Wasser schweben, ohne Schmerz und Müdigkeit zu verzwei Tage Gottes; R. Berechja 600 Jahre, denn yy'n "W3 Jes. 65,22 sind die Jahre des Holzes, das 600 Jahre in der Erde leht; R. Joße 60 Jahre, drei Geschlechter; R. Akiba 40, der Wüstenwanderung entsprechend; die Rabbanan 4000; R. Abuha 7000 Jahre dauern. Midr. til. z. St. Bacher, Ag. Tan. I, 145. Bachja b. Ascher folgert aus Hfin Dt. 30,15 daß die Auferstehung 206 Jahre nach der Erlösung eintrefFen werde, da unmittelbar vorher von der Erlösung die Rede ist und den Zahlenwert 206 beträgt. Auch D*nö«3l El. 8,12 beträgt dieselbe Zahl 1 6 DTi^D 200. Abschn. D",^^2. Auch im Parsismus figurieren die der Auferstehung vorangehenden 1000 Jahre. ZDMG. 21, 572, s. noch Sanh. 97»; A. Zara 9»; Elija r. Friedm. 7; wo die Messiaszeit auf 2000 Jahre berechnet ist. 1) Midr. hane'l. I, 139». Sohar I, 134a.

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