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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 50

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 50 (sequence 54)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehung in-der jüdischen Tradition. 49 daß es fünf Dinge enthält, darunter die Auferstehung, die mit den Worten: ,,ich werde vor Gott wandeln in den Landen des Lebens" (116,9), gemeint ist1). „Du hast mich rück- und vorwärts geschaffen" (139,5). Zwei Schöpfungen oder Bildungen des Menschen werden mit einem Male auf dieser Welt vollzogen, und man braucht in jener Welt bei der Auferstehung nicht wieder gebildet zu werden, da dies zugleich mit der ersten Schöpfung schon geschehen ist2). Endlich zielt der heilige Sänger auf die Auferstehung hin, wenn er von Gott sagt (147,3), er heile die gebrochenen Herzen und verbinde ihre Wunden3). Proverbia: „Wenn du gehst, wird sie dich führen, wenn du liegst, dich bewachen, wenn du aufwachst, dich belehren" (6,22). Wenn die Seele aus dem Leibe zieht, wird sie von der Thora geleitet und bewacht auf ihrem Wege; wenn der Körper im Grabe liegt, wird er von ihr beschützt und bei der Auferstehung ist sie sein Fürsprecher und Verteidiger. Bei der Auferstehung wird auch jeder wissen, was er bei Lebzeiten lernte und wird nichts vergessen, er wird sogar mehr Kenntnisse besitzen4). Hoheslied: Die Erde sagt: „Ich bin die Rose von Saron" (2,1) und mich liebt Gott, denn alle Toten der Welt sind in mir verborgen und wenn sie Gott von mir zurückfordern wird, werde ich sie ihm geben5). „Kehre um, kehre um, Sulammit" (7,i), denn die Toten werden einst auferstehen einer nach dem anderen. So wie die Geschlechter gingen, so werden sie von Geschlecht zu Geschlecht wieder kommen6). Echa: „Jeden 1) Peßach. 118a. Auf diese Psalmstelle werden wir noch zurückkommen, da hier nur von den Toten des heiligen Landes, das msnöt D^nn genannt wird, die Eede ist. Peß. r. 1. Jalk. z. St. 874. 2) Midr. Tillim z. St. "^n^S leitet der Midraseh von l^*1 ab, während Targ. ^rPK nprfc* übersetzt, wie auch L Esra erklärt. 3) Sohar I, 134a. Wenn wir Ps. 49,12 Q^p für Danp lesen, wie Targ. übersetzt linnnap rrna und Moed. K. 9b tfb« Da*ip anpn btt Ö"iap, so wäre dies ein Beweis gegen die Auferstehung, als wollte ea sagen, die Toten bleiben ewig im Grabe. Geiger, Urschr. 175. 4) Sohar I, 185*.. Midr. Mischle Buber 28* ^fn^n NVi m3f»pm Sun übiyb Gen. r. 35 Eude tfab rn;b. 5) Sir. r. 13b Eom. Bacher, Rabbanan 83. Anspielung von nbafcan auf -nn verborgen. 6; Midr. Suta Buber 37, 39. Granwald, Jahrb. f. jüd. Volksk. I. 4

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