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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 43

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 43 (sequence 47)
Language
German
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42 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. zeugen. R. Juda b. Bethera rühmte sich sogar, ihr Abkömmling zu sein und zeigte die von ihnen ererbten Phylakterien. Ihnen gegenüber behauptet R. Jehuda, das Ganze sei eine Allegorie1). Für kurze Dauer sind auch andere schon auferstanden. Die Zauberin von 'En Dör holte den Propheten Samuel aus dem Grabe hervor, damit er dem Könige Saul sein Geschick verkünde (I Sam. 28, 7-20). Im ersten Augenblicke erschrak der sonst mutige Prophet, denn er glaubte, man rufe ihn zum Gericht. Daher nahm er Moses mit sich, damit er Zeugenschaft ablege, daß er seine Thora vom Anfang bis zu Ende treu befolgte. Als andere Tote sahen, daß diese ihre Gräber verlassen, glaubten sie, die Zeit der Auferstehung sei gekommen und gingen auch mit. So kamen zu jener Zeit auch andere Fromme mit Samuel zurück2). Ein anderer, angeblich ein falscher Prophet, hatte das Glück, daß man seinen Leichnam durch einen Zufall in der Eile ins Grab des Propheten Elischa warf. Kaum hatte er den Leichnam Elischas berührt, als er erwachte und aufstand (II Kön. 13, 21). Aber gerade der Umstand, daß er nur aufstand, beweist, daß seine Wiederbelebung von kurzer Dauer war. Sie sollte nur solange anhalten, bis er vom Propheten abgesondert wurde. Man soll daher nie einen Sünder neben einen Frommen begraben, denn auch dieser mußte nur darum zum Leben erwachen, damit er nicht neben dem Propheten ruhe. Auch die Worte des Predigers: „Ich sah Frevler begraben und kommen" (8,10) beziehen sich ausschließlich auf jenen Mann, der ausnahmsweise zu Ehren des Propheten auferstehen mußte3). 1) Sanh. 92i>. Jalk. Ezech. 375—376. Nischmath Chajjim c. 7 (39*). 2) Chag. 4*>. Pirke ß. EL 33. Lev. r. 26,7. Tanch. IlllX 30 a Lubl. Für WTö nmfiü TQ? ib* O-'p^nit '« in Lev. r. hat Jalk. z. St. nn*< D^p^S ICS, während Midr. Samuel 24 ttmrt ir>p*H2 D^ttlN tD"n W lb2 und aus der Abbreviatur von n*ntol8 W ist yN 11 geworden. Pirke R. El. hat O'nnN ib^l. Der Schrecken des Propheten erklärt sich aus seinen Worten ^nwifl ftäb und die Auferstehung anderer folgt aus O^b^ ^rr«1") D^nbfc* der pluralen Form. David Kimchi hält den ganzen Vorgang für einen optischen Trug, trotzdem die Geonim Saadja und Hai glauben, es sei wortgetreu geschehen. 3) Chul. 7 b. Sanh. 47 a. Koh. r. z. St. (22*) Jalk. Kön. 233. Die Mystik macht ihn zum Manne der Prophetin Hulda und läßt ihn noch

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