Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 31 könnte Staub aufleben? Er antwortet mit einem Beispiel. Ein irdischer König sagt zu seinen Dienern, gehet und bauet mir große Paläste an einem Orte, wo weder Wasser noch Staub ist. Da bauten sie, aber nach einigen Tagen stürzten die Paläste ein. Bauet an einem anderen Orte, wo Wasser und Staub ist, befahl der König. Das können wir nicht, erwidern sie. Da zürnte der König und sagte: Wenn ihr an einem Orte ohne Wasser und Staub bauen konntet, um so mehr könnt ihr es, wo diese beiden Elemente vorhanden sind1). Die Anwendung des Beispiels auf die Frage fehlt, will aber sagen: Wenn Gott den Menschen aus nichts schaffen konnte, umsomehr kann er es, wenn schon der Stoff da ist. Auch zu dem geistreichen Ben Passissa sagt ein Sadduzäer: Wehe euch, ihr Sünder, die ihr behauptet, daß die Toten auferstehen werden. Wohl sterben die Lebenden, aber die Toten werden nicht mehr leben. Wehe euch, ihr Sünder, antwortet Ben Passissa, die ihr saget, die Toten werden nicht auferstehen. Wenn Wesen zum Leben gelangen, die noch nie da waren, um wieviel mehr die, die schon einmal da waren2). Mit Hinweis auf das Wunder der ehernen Schlange (Nu. 21) wird ein Fluch ausgestoßen gegen alle Epikuräer, die da sagen, es gebe keine Auferstehung. Wenn Gott mit der totbringenden Schlange Tote belebt, um so mehr wird er es mit dem Leben spendenden Tau können3). Auf die Frage Zarathustra's, wie die Toten auferstehen werden, sagt Ormuzd: Wenn durch mich das Getreide geschaffen wurde, das, wenn man es in die Erde legt, wieder aufwächst und mehr wird..., wenn ich in 1) Sanh. 91a. 2) Das. Gen. r. Theodor 666, wo er Dtnp *p Wüä heißt, an unserer Stelle SD^öD "p NfP3ä. Jedenfalls muß der Name in irgendwelcher Beziehung zum Buckel mm} stehen. B. Pasisa war nämlich hochrückig. 3) Jalk. Nu. 764. 'ttn 'nn -ptt -p-toi« "pro ■poTip^N b« pTU rm-» ■jbisiö 'wn 'nn a^n Dnpton in mwn Ninia ran: n-nas "»un 'l b '« tP^n. Dafür hat die Wilnaer Ausg. bü3 -jbiDia 'ttn 'nn im\ yD;N Ü^H bia, das einen besseren Sinn gibt. Die Stelle soll aus flEÖtt lö^lto stammen, wie Jalk. am Kande angibt. Diesen Midrasch hat Buber in bfc*"W r.O:D 1886, 309—319 herausgegeben, wo aber unsere Stelle nicht vorkommt.