Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 29 An R. Gamliel (II) stellten Sadduzäer die Frage, woraus er folgere, daß Gott die Toten werde auferstehen lassen. „Aus der Thora, den Propheten und Hagiographen," antwortete er, aber sie gaben sich damit nicht zufrieden. In der Thora heißt es (Deut. 31,16): ,,Du wirst ruhen bei deinen Vätern und auferstehen". Aber die Sadduzäer lasen: „Du wirst ruhen mit deinen Vätern und dieses Volk wird kommen"1). Aus den Propheten beruft er sich auf Jesaja 26,19: „Deine Toten werden aufleben, meine Leichen auferstehen". Dagegen erwidern die Sadduzäer, daß der Prophet hier die Belebung der Toten durch Ezechiel voraussage, im allgemeinen aber wolle er nicht die Auferstehung aller Toten verkünden. Aus den Hagiographen wird Hl. 7,io angeführt: „Er bewegt die Lippen der Schlafenden", d. i. der Toten, was nur dann möglich wird, wenn sie zum Leben erwachen. Da geben die Sadduzäer wohl die Möglichkeit zu, daß die Lippen der Toten im Grabe in Bewegung kommen, für die Auferstehung aber sei dies noch kein genügender Beweis. Endlich gelingt es ihm, die hartnäckigen Gegner in die Enge zu treiben durch Anführung folgender Stelle: „Kommet und nehmet in Besitz das Land, welches Gott eueren Vätern Abraham, Isak und Jakob zugeschworen, es ihnen zu geben" (Dt. 1,8). Es heißt nicht euch, sondern ihnen zu geben, das ist ein unumstößlicher Beweis für die Auferstehung aus der Thora. Ebenso können die Worte: „Die Ihr dem Ewigen euerem Gotte anhanget, lebet alle heute" (Dt. 4,4) als schlagender Beweis gelten. mann), wie auch Rabinowicz, Dikduke Sofrim und die Münchener Handschr. bezeugen, muß hier ETfD statt D^pfli* gestanden haben. Statt Eliezer b. Joße wird in Sifre die Baraitha Simon b. Eleazar zugeschrieben. S. Gtjttmann, MS. 42, 294. Ebenso Sanh. 100*> D^pnS "^20 nicht nlD")0, da es sich doch auf die tT-IU^n E^-rD der Mischnah bezieht und ^ISD D^fa (JudenChristen) heißen soll. 1) R. Gamliel zog das Dpi zum vorigen, die Sadd. zum folgenden Worte. Ißi b. Jebuda zählt fünf Stellen aus der Thora auf, wo von einem Worte nicht entschieden ist, ob es zum vorher oder nachher stehenden Worte gehört: riN'ß Gen. 4,7, "ITIN Gen. 49, 7, nntt Ex. 17,9, D-npUftD Ex. 25,34, Dpi Dt. 31,16, Tanch. nbizn 76*; Aboth. Nath. 62», Schechter; in anderer Reihenfolge Joma 53b; j. Az. II, 41 d; Jalk. Dt. 824.