Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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6 Grunwald, 25 Jahre jüdische Volkskunde. sache 22). Über jüdische Geheimsprachen s. Mitt. I, S. 69, über jüd. Berufssprachen in Südrußland: S. Wrissenberg in der Zeitschrift der Wiener Anthrop. Gesellschaft 1913 S. 127ff.). b) Namen. Biblische Namen, auch von nicht]üdischen Personen, sowie andere Nomina der Bibel werden verwendet, daneben neue hebräische Namen gebildet (Mitt. 37f.), so neben Adam, Chawwa, Hebel, Jjob, Jismael, Jitro, Laban, Metuschelach, Kedorlaomer, Osnath, Rachab, Zelofchad, Zofnath: Sinai (für Männer und Frauen), Zijon, Jarden, Schab - betai, Purim (fem.), Pesach, Hoschana (fem.), Chanukka (fem.), Tebet (Kaukas.), Nissan (die im Nissan Geborenen auch Nissim, die im EM: Rachamim, vgl. Magazin 1894, Nr. 7), Schimona, Bilschon (fem.), Sason, Simcha, Menucha (fem.), Betuel (fem.), Mibtachja. Statt des bibl. Hoschaja: Hoschael, statt Benaja: Beniel, statt Asaf (durch Atbasch, d. h. Ersetzung jedes Buchstabens der ersten Hälfte des Alphabets durch den entsprechenden der anderen): Tachu; Tiernamen, wie Dob, Namer; Chajjim, Chalafta, Josef, Rafael in schwerer Erkrankung Ersatz für den bisherigen Namen, ähnlich wie (vgl. Ren£) Mercado, Comprado, Kaufmann, Alter, Benzion, wenn ältere Geschwister, Nechemja, Consolatore (wenn der Vater gestorben). Neubildungen aus dem Hebräischen wie die nicht als Personennamen gebrauchten Engelnamen: Akatriel, Tihariel; Ausdrücke messianischer Hoffnung: Maschiach, Zemach; astrologischer Einfluß zeigt sich in: Mazzaltob; Übersetzungen fremder Namen: Schern - tob (Kalonymos). Ohne Bedenken wählte man, wie schon in alter Zeit, die Namen der nichtjüdischen Umgebung, wie noch heute, Thaies, Isidor, Tiberius, Titus, Petrus, Paulus, Markus, Edgar, Kurt, Hilde. Von den persischen Juden werden einige biblische Namen nach mohammedanischer Art ausgesprochen; Mitt. 20, S. 145. Doppelnamen werden gewählt in Form von Übersetzungen des hebräischen Namens oder auf Grund geschichtlicher oder literarischer, besonders biblischer Beziehungen, nach Gemeinsamkeit des Anfangsbuchstabens, nach ähnlichem Klang oder nach überliefertem Familienbrauch ohne sonst ersichtlichen Grund, so Paregoros- Nechemja, Bondi Tabjomi, Hemerlin (Chajjim) Pat-