Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Grunwald, 25 Jahre jüdische Volkskunde. S. 28 u. 50, S. 35, 39, Mzab 26, S. 86, Kaukasus 27, S. 123, im tschechischen Böhmen 22, S. 64. Auch in der Aussprache des Hebräischen zeigen sich deutliche Unterschiede. Ähnlich wie im Altertum der Stamm Efraim spricht der Litauer noch heute das „schin" als „sin", in Hamburg hört man das Samekh als deutsches „z". Im Innern Rußlands und in einigen Teilen Ostgaliziens wird das „He", in Persien das „Chet" nicht gesprochen, das der griechische Jude als Spiritus lenis hören läßt. Aus demselben Grunde nannte man im Mittelalter die Juden des Rheinlandes die „B'ne Het". Bei den Portugiesen „H" für „Ajn": Mitt. 54, S. 71, für die Aussprache des Portugiesen siehe auch: Spinoza's Tract. theol.-politicus. Idelsohn's phonographische Aufnahmen haben neun verschiedene Aussprachen des Hebräischen festgestellt. „Die Entstehungsursache der jüd. Dialekte" von Math. Mieses (Wien 1915) führt diese auf religiöse Wandlungen zurück. Besonders aufmerksame Behandlung fand das „Jüdisch", (vgl. „Deutsche Mundarten", Wien 1896, I, S. 126f. [von A. LANDAU in den Mitt. ergänzt], L. Strack, Jüdisches Wörterbuch, Leipzig 1916, Simghowicz, Die jüdisch-deutsche Literatur in den „Mitteilungen der literar. Gesellschaft", Bonn, 5. Jahrgang 1910), in Zeitschriften, wie Niger's „Pinkas", Wilna 1913, das elsässische Judendeutsch in der „Revue des etudes juivers" 1922. Tagesblätter in „Jüdisch" erscheinen in: Galizien, Wien, Rußland, Rumänien, der Union (37), Kanada (4), Argentinien (6), Südafrika (3), England (4), Dänemark (2), Frankreich (1), der Schweiz (1). Durch die kriegerischen Ereignisse im europäischen Osten ist es Gegenstand allgemeiner Beachtung geworden (vgl. die Arbeiten Strack's, Bischoff's, vor allem Prilutzki's ausführliche Ansätze zu einem Lexikon, u. a.). Eine umfassende Grammatik besitzen wir von dieser Sprache ebensowenig, wie ein wissenschaftlichen Ansprüchen genügendes Wörterbuch. Nach Mieses (a. a. 0. 106) ist „die jüdisch-deutsche Sprache in der Hauptsache eine judaisierte Umformung des deutschen Dialektes der Bajuvaren der an Italien angrenzenden Alpenländer". Mittelhochdeutsch sind im Wortbestand: